Zum anstehenden Ende der Ära Grabinksi beim Fußball-Verbandsligisten Haldensleber SC (Volksstimme berichtete) erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

"Mit großer Besorgnis verfolge die Geschehnisse bezüglich der Verbandsligamannschaft unseres HSC. In erster Linie deshalb, weil gewisse Personen aus der neuen Abteilungsleitung Fußball eine Unruhe geschaffen haben, welche dem Ansehen des Haldensleber Fußballs nur Schaden zufügt.

Das Aushängeschild eines jeden Vereins ist nun einmal die erste Herrenmannschaft. Was nützen da Leitlinien, wenn die Realität eine ganz andere ist. Wie kann man seitens der Abteilungsleitung verkünden, dass ein "möglicher Aufstieg" nicht gewünscht wird? Jegliche Motivation ist doch somit dahin.

Während meiner Zeit als Abteilungsleiter waren wir glücklich über jeden Erfolg. Wir haben von 1993 bis 1999 gemeinsam mit den Trainern Zahn und Kreul sowie zahlreichen Sponsoren sehr viel erreicht. Das soll nun auf einmal alles nichts mehr wert sein? Wenn ein Abteilungsleiter Bethge die Meinung vertritt, kleinere Brötchen backen zu müssen, weil das Engagement der Firma Tino Tischler und des Trainers Stephan Grabinski den Rahmen sprengt, so sollten sich diese Personen der Abteilungsleitung erst einmal folgende Frage gefallen lassen: Wie viele Sponsoren haben denn der Abteilung Fußball aufgrund der Querelen noch die Treue gehalten? Die finanziellen Zuwendungen sind in meinen Augen aller Ehren wert. Die finanzielle Abhängigkeit von einem Einzelnen birgt natürlich große Risiken, was wir zu meiner Zeit mit vielen kleinen Sponsoren kompensieren konnten. Aber die Zeit geht weiter, so dass es heute mehr denn je unumgänglich ist, alle finanziellen Möglichkeiten auszunutzen. Ich glaube, dass es hier nicht um Interessen des HSC, sondern einfach nur um persönliche Belange einzelner Personen geht.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Stephan Grabinski und seinem Team für das Geleistete seit 1996, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Die selbst ernannten Revolutionäre des Haldensleber Fußballs müssen sich erst einmal beweisen, denn mit der verfolgten Strategie wird man viele Mitglieder sowie Sponsoren verlieren."

Wolfgang Schäfer, langjähriger Abteilungsleiter des Haldensleber SC