Blankenburg l Germania Wulferstedt erreichte beim Spitzenreiter ein jederzeit verdientes, leistungsgerechtes 2:2-Unentschieden.

Blankenburger FV profitiert

In die hier und da hörbaren Lobeshymnen über den im sicheren Abstand unantastbaren Tabellenführer mochte Wulferstedt nicht einstimmen. Blankenburg profitiert sicherlich von dem Selbstbewusstsein durch die aneinander gereihten Erfolge, einem eingespielten System langjährig bekannter Spieler und von individuellen Momenten, wie die von Torjäger Fabich. Eine körperliche und die erwartete spielerische Dominanz gab es aber nicht.

Die erste Halbzeit ist kaum erwähnenswert. Ansprechender Fußball war das noch nicht. Auf dem kurzen Kunstrasenplatz war die Ballsicherheit und Zielstrebigkeit des Tabellenführers ein kleines Plus. Wulferstedt machte aber die Räume geschickt dicht und stellte sich insgesamt gut auf den Gegner ein. Nach vorn entstand dafür wenig Gefährliches.

Blankenburger FV führt

Bei ein, zwei Schüssen bekam Germania Wulferstedt zu wenig Druck hinter den Ball. So wurde BFV-Torhüter Hartmann selten ernsthaft geprüft. Als ein Abpraller den Ball zu Effler hinaus auf den Flügel brachte, spielte der in den Fuß von Fabich. Sebastian Fabich fand die Lücke im kurzen Eck und es stand 1:0 (33.).

Es konnte zur zweiten Halbzeit nur besser werden, und das wurde es auch. Nicht aber weil Blankenburg so guten Fußball spielte, sondern weil Wulferstedt jetzt spielerisch aufdrehte. In diesem sehr engagierten Beginn der Gäste suchte der Blankenburger Matznick den Kontakt im Strafraum und fiel. Der insgesamt gute Schiedsrichter Welsch entschied auf Elfmeter. Beisch im Germania-Tor reagierte großartig, hielt den platziert getretenen Strafstoß und sorgte so für die Schlüsselszene im Spiel (49.).

Chance für Germania Wulferstedt

Wulferstedt tankte dadurch Selbstvertrauen und wurde immer frecher. In diese Phase wurde Youngster Max Stadler eingewechselt. Schon sein erster Ballkontakt ließ eine wunderbare Flanke auf Schütze entstehen. Im Rücken des Keepers kam Schütze zum Abschluss, ein Spieler klärte aber noch auf der Linie (58.).

Lange dauerte es nicht bis zum Erfolg. Wulferstedt hatte eine Reihe von Eckstößen. Der BFV stand unter Druck. Dann die „Stadler-Connection“ zum umjubelten Ausgleich: Sebastian Stadler spielte Cousin Max Stadler frei, der nicht im Abseits stand, durchlief und Hartmann zum 1:1 tunnelte (62.). Den Blankenburgern war klar, dass sie sich jetzt entweder befreien müssen, oder weitere Treffer kassieren werden.

Blankenburger FV dreht das Spiel

Der Lauf der Dinge passte zu einem Tabellenführer, der das Glück auf seiner Seite hatte. Wieder war es eine Einzelleistung von Fabich, dessen Flachschuss aus spitzem Winkel gezielt im langen Eck eintauchte (2:1, 71.). Wulferstedt erhöhte den Druck. Yves Reiser wurde eingewechselt, kam für Verteidiger Daniel Brunke. Leider erlitt Reiser das gleiche Schicksal wie gegen Seeland. Dieses Mal einige Minuten länger auf dem Platz, verletzte er sich wieder am linken Knie und musste vom Platz getragen werden.

Wieder musste Wulferstedt dezimiert zu Ende spielen (zehn Spieler ab der 80. Minute). Sebastian Stadler zwang Hartmann mit sattem Schuss zu einer Parade. Der Ball war noch im Strafraum heiß und Schütze wurde von hinten von den Beinen geholt. Was der Schiedsrichter erst durchgehen lassen wollte, bewertete der Assistent korrekt. Nach Rücksprache mit dem Linienrichter gab es Strafstoß. Ilsmann behielt die Nerven und verwandelte sicher zum 2:2 (83.).

Der Punktverlust kratzte Blankenburg an der Ehre, und so wurde noch einmal alles vom Tabellenführer versucht. Das war riskant, denn auch Wulferstedt hätte in der dreiminütigen Nachspielzeit noch treffen können.

Germania Wulferstedt: Beisch – Ilsmann, Zimmermann, Dreyer, Reimann (65. Charwat), Brunke (75. Reiser), Jahn (57. Max Stadler), Schütze, Sebastian Stadler, Rzehaczek, Dilge

Torfolge: 1:0 Fabich (33.), 1:1 Max Stadler (62.), 2:1 Fabich (71.), 2:2 Ilsmann (FE, 83.)

Schiedsrichter: Patrick Welsch

Zuschauer: 111