Zorbau l Die Mannschaft um Trainer Marco Wagner bleibt unbesiegt und entführte bei der nächsten Top-Mannschaft der Liga, Blau-Weiß Zorbau, einen Punkt durch ein 0:0-Remis.

Beim Oberliga-Absteiger Blau-Weiß Zorbau musste Wagner auf einen Teil seiner erfahrenen Spieler verzichten und schickte mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren wohl seine jüngste Startelf auf den Platz. Auch wenn der HSC nicht sein bestes Spiel bot, so passte wieder die mannschaftliche Geschlossenheit. Ob es die gute Defensivarbeit um Routinier Kevin Zimmermann ist (erst ein Gegentor), oder die vielen „jungen Wilden“, die sich von den erfahrenen Spielern mitziehen lassen - das Gesamtpaket passt einfach in dieser Saison beim HSC.

Gastgeber setzen HSC früh unter Druck

Der Gast versuchte von Beginn an, dem Favoriten durch aggressives Pressing und frühes Stören den Schneid abzukaufen. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Verbandsliga-Punktspiel mit wenig Höhepunkten und Torraumszenen. Beide Torhüter hatten mit den wenigen Chancen keine Probleme und so verpufften der Schussversuch von Winkler (22.) und auf der Gegenseite die Freistoß-Chance von Girke (35.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff sollte dann Zorbau die beste Möglichkeit zur Führung vergeben. Schößler (39.) versuchte es aus 30 Metern und zwang Switala zu einer Glanzparade. So ging es mit einem gerechten Remis in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber deutlich druckvoller zurück. Aber egal was Zorbau unternahm, der HSC erledigte seine Abwehrarbeit mit Bravour. Zorbau versuchte es immer wieder aus der Ferne, wodurch aber kaum Gefahr aufkam. Die einzig nennenswerte Aktion vergab Reichmuth (68.), als ihm der Ball im Strafraum vor die Füße fiel. Bevor er zum Schuss kam, war die vielbeinige HSC-Abwehr zur Stelle.

Auf der Gegenseite versuchten es die Blau-Gelben mit schnellem Umschaltspiel. Doch dies gestaltete sich nicht immer einfach, denn auch die Zorbauer Defensive ließ kaum Fehler zu. Die einzig gute Möglichkeit vergab Hasse (79.), der seinen Schuss von der Strafraumgrenze verzog. In den Schlussminuten sollte in einem kampfbetonten Spiel nichts Erwähnenswertes mehr passieren. Schiedsrichter Menz pfiff pünktlich ab und beide Mannschaften trennten sich mit einem gerechten Unentschieden.

Wagner lobt die Moral der Mannschaft

HSC-Coach Wagner nach dem Schlusspfiff: „Im Endeffekt muss ich wieder stolz auf meine Mannschaft sein – vor allem auf die Leistung dieser jungen Truppe, die heute auf dem Platz stand. Die Mannschaft zeigte mir abermals, dass sie gegen eine top Mannschaft der Liga bestehen kann. Die erste Hälfte war in meinen Augen sehr ausgeglichen, im zweiten Durchgang waren wir dann nicht mehr so zielstrebig. Das war heute sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber wie wir wieder als Mannschaft aufgetreten sind, ist schon stark. Wir haben erneut einen Punktgewinn erspielt und bleiben immer noch ungeschlagen. Respekt an meine Mannschaft!“

Am Samstag hat der HSC wieder Heimrecht. Dann gastiert die Mannschaft von Edelweiß Arnstedt im Waldstadion.

Statistik

Haldensleber SC: Switala - Wille, Duda, Zimmermann, Hevekerl (37. Müller) - Mäde, Girke, Kaschlaw (87. Cristovao), Stadler, Daxha (62. Krüger) - Hasse

Tore: Fehlanzeige