Bernburg l Die Spielgemeinschaft SV 1889 Altenweddingen/TSV Hadmersleben war die dominierende Mannschaft bei der 5. Ü60-Hallenlandesmeisterschaft des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) am Sonntag in der Bernburger Eichenweg-Halle. Bei ihrer ersten Teilnahme blieben die Börde-Kicker ohne Niederlage, lediglich beim 0:0 gegen Loitsche/Zielitz reichte es nicht zu drei Punkten.

Titel bei Premiere

Damit setzte sich die SG Altenweddingen/Hadmersleben bei ihrer ersten Ü60-Teilnahme vor dem zweifachen Ü60-Hallenlandesmeister SSV Eintracht Loitsche/Zielitz und dem Landesmeister auf Kleinfeld, SG Askania Bernburg, durch. Für den TSV Hadmersleben war es nach dem Gewinn der Ü40-Futsalmeisterschaft in Wernigerode am vergangenen Wochenende der zweite Hallen-Landestitel im Ü-Bereich binnen acht Tagen.

Dabei hatten die Hadmersleber in der Vorbereitung einen schweren Rückschlag zu verkraften. Der 64-jährige, sehr schwer zu ersetzende Spieler Günter Tebarts verletzte sich beim Training schwer. Nach seinem Achillessehnenriss wird er für unbestimmte Zeit keinen Fußball mehr spielen können. Detlef Pape erklärte dazu im Namen aller Mitspieler: „Wir haben für Günter alles gegeben, um den Titel zu gewinnen. Wir wünschen ihm alles Gute und drücken die Daumen, dass die Operation gut verläuft und er schnell in die Reha einsteigen kann.“

Spielweise von guter Taktik geprägt

Der neue Landesmeister beeindruckte durch seine taktische und sehr disziplinierte Spielweise – immer wieder organisiert von Detlef Pape – von der ersten bis zur letzten Minute, gepaart mit technisch guten Spielern wie Jörg Schüßler. Im gesamten Turnier kassierten das Team in sechs Spielen lediglich zwei Gegentore. Während Altenweddingen/Hadmersleben nur im direkten Duell mit der Eintracht Punkte liegen ließ, kostete Loitsche/Zielitz ein weiteres 0:0 gegen Tangermünde den dritten Hallen-Meistertitel bei der Ü60, denn auch die Eintracht blieb ohne Niederlage.

Für den Vorjahressieger, SV Germania Wernigerode, blieb aufgrund der Ausschreibung diesmal nur der vierte Platz, da er bei Punktgleichheit mit dem Dritten, Askania Bernburg, den direkten Vergleich mit 2:3 verloren hatte.

Auf den fünften Platz kam durch Siege in den beiden letzten Spielen noch die SG Stahlbau Dessau (Sieger 2017) vor dem Neuling FSV Saxonia Tangermünde und der punktlosen Salzland-Auswahl. Diese wies aber mit 67,7 Jahren auch den höchsten Altersdurchschnitt auf und stellte mit dem Amsdorfer Peter Henning (in fünf Wochen 72 Jahre) den ältesten Aktiven. Im Vergleich dazu betrug der Altersdurchschnitt beim Sieger 61,9 Jahre, beim Zweiten 65,1 und bei Askania Bernburg 62,9 Jahre.

Prominenz unter den Teilnehmern

Stellte die Salzland-Auswahl den ältesten Aktiven, spielte beim SSV Eintracht Loitsche/Zielitz mit dem in Tangermünde geborene Rolf Döbbelin der prominenteste Aktive bei dieser Ü60-Meisterschaft mit. Döbbelin kickte elf Jahre in der DDR-Oberliga beim 1. FC Magdeburg, absolvierte in der Zeit 131 Oberliga-Spiele und traf für die Blau-Weißen sieben Mal. Zudem lief er in zehn Europacup-Begegnungen für den 1. FCM auf.

Bei den Einzelehrungen räumten die Bernburger gleich zweimal ab. Mit zehn Toren wurde Uwe Cisewski erfolgreichster Torschütze und Dieter Lutze erhielt den Ehrenpreis als bester Spieler, während der Titel des besten Torhüters nach Loitsche/Zielitz an Uwe Kujath ging.

Anmeldungen für den Sommer laufen

Die 7. Ü60-Kleinfeld-Landesmeisterschaft findet am 7. September 2019 in Bernburg statt. Anmeldungen werden jetzt schon beim FuB-Ausschuss des FSA angenommen. Die 6. Ü60-Hallen-LM ist für den 29. Februar oder 1. März 2020 geplant. Wenn der SV 1889 Altenweddingen in Verbindung mit dem TSV Hadmersleben als Titelverteidiger bis zum 9. September eine wettkampftaugliche Halle anbieten kann, wird die Meisterschaft in der Region stattfinden. Anderenfalls können sich andere Mannschaften als Ausrichter bewerben.

Statistik

Altenweddingen/Hadmersleben: Roland Manegold – Christoph Quarg (3), Hans-Ulrich Göllner (1), Ingo Albert Pape (2), Michael Ziegeldorf (2), Frank Reiber, Karl-Heinz Becker (1), Jörg Schüßler (4), Detlef Pape