Blankenburg l Das war ein hartes Stück Arbeit für die Handballer des SV Lokomotive Oschersleben. Beim Tabellenletzten der Bezirksliga West, der SG Stahl Blankenburg, konnte der erste Sieg im neuen Jahr eingefahren werden. Zeitweise taten sich die Oschersleber allerdings sehr schwer.

Dabei hatten die Gäste aus der Börde einen regelrechten Blitzstart. Bereits nach wenigen Sekunden erzielte Oscherslebens Thomas Schwarz das 0:1. Es folgte das 0:2 durch Benjamin Levec. Die Abwehr stand sicher und im Angriff lief es gut. So bauten die Gäste ihren Vorsprung schnell auf 2:6 (8. Spielminute) aus.

Nach zwei Zeitstrafen in kurzer Zeit für die Oschersleber, folgte der plötzliche Einbruch. Die Spieler der SG Stahl Blankenburg nutzten die Überzahl und die Fehler der Oschersleber aus und konterten den Gegner mehrfach aus. In dieser Phase haderten die Lok-Spieler mit mehreren Entscheidungen der Schiedsrichter. Doch es nützte nichts und in der 17. Spielminute gingen die Blankenburger erstmals in Führung. (8:7)

Nun war es eine ausgeglichene Partie, in der die Führung häufig wechselte. Eine Minute vor der Halbzeit traf Oscherslebens Steffen Röhler durch einen Strafwurf zum 13:13. Zuvor sah Blankenburgs Rico Anders eine Zeitstrafe. Und dennoch schafften es die Gäste nicht mit einer Führung in die Pause zu gehen. Stattdessen führten erneut zwei grobe Passfehler zu Kontertoren der Blankenburger. Zur Halbzeit führten die Hausherren daher mit 15:13.

Lokomotive beweist Moral

Diesen Vorsprung wusste die SG Stahl Blankenburg zunächst clever zu verwalten. Doch noch gaben sich die Gäste aus Oschersleben nicht auf. Immer wieder erkämpften sie sich den Ausgleich. Doch unnötige Zeitstrafen warfen sie wieder zurück und das Heimteam erspielte sich erneut die Zwei-Tore-Führung. Insbesondere Blankenburgs flinker Mittelmann Jozsef Magonyi fand häufig eine Lücke in der Abwehr und bereitete den Gästen Probleme.

Für das Trainerteam Zeit zu handeln: Auszeit. Einige kleine Taktik-Umstellungen brachten den Gästen ihre alte defensive Stärke zurück. Vor allem Oscherslebens Martin Hoffmann und Michael von Zabiensky wussten in dieser spannenden Schlussphase zu überzeugen. Eben jener von Zabiensky war es schließlich auch, der in der 56. Spielminute einen Pass abfing und den Ball anschließend im gegnerischen Tor zum 27:28 unterbrachte. Es war die erste Gästeführung seit der 15. Minute.

Plötzlich zeigten die Gäste wieder ihre Souveränität, die sie über weite Strecken des Spiels vermissen ließen. Zudem hielt Lok-Keeper David Günther die Führung mit wichtigen Paraden fest. Die erfahrenen Lok-Spieler Benjamin Levec und Martin Hoffmann ließen in den Schlussminuten schließlich nichts mehr anbrennen und schraubten das Endergebnis noch auf 28:31 hoch.

Blankenburg: Schlemminger, Magonyi (7), Am Ende (3), Brühl, Fricke (2), Martinke (5), Fickenwirth, Anders (2), Malerz, Herkenrath (2), Schalanda, Landsmann (1), Kalinowsky, Schulze (6)

Oschersleben: Levec (6), Heyne (5), Hoffmann (7), König (2), Wolff, Müller (3), Steffen Röhler (3), Schannor, Krause, Rücker (1), Sebastian Röhler, Von Zabiensky (2), Günther, Schwarz (2)