Biederitz l Im Vergleich der beiden ehemaligen Sachsen-Anhalt-Ligisten dominierte das kämpferische Element, wobei die Langenweddinger erst im zweiten Durchgang aufwachten. Trainer Tobias Deutscher berichtet: „Die erste Halbzeit war komplett zum Vergessen. 13 Gegentore kann man auswärts noch verschmerzen, aber im Angriff hat überhaupt nix gepasst, die Außen waren gar nicht präsent. Da kann man von Glück reden, dass wir nur mit drei Toren Rückstand in die Pause gegangen sind, weil Biederitz das Tempo verschleppt hat und mit dem Ergebnis zufrieden war.“

Der Coach wusch dem Team in der Pause ordentlich den Kopf und rüttelte es damit wach. Tor um Tor wurde aufgeholt, bis sich der SVL in der 40. Spielminute mit dem Unentschieden (15:15) und kurze Zeit später beim Stand von 15:16 mit der ersten Führung belohnte. Diese wurde bis zur 53. Spielminute auf 20:23 ausgebaut.

Biederitz gibt nicht auf

Anschließend begann jedoch nochmal das große Zittern. Biederitz wollte sich nicht geschlagen geben und glich kurz vor Toresschluss nochmals aus (23:23). Bei noch ausstehenden drei Minuten ließen die Langenweddinger das Spiel aber nicht mehr kippen. Das Kapitäns-Gespann um Erik Lewin und Ricardo Schult erzielte die beiden letzten Treffer zum 25:23-Sieg.

„Die zweite Halbzeit würde ich mir spielerisch auch nicht so wünschen, aber der Kampf hat immerhin gestimmt und darüber sind wir ins Spiel gekommen. Nach unserer Führung hat Max Feller einige wichtige Bälle, auch Siebenmeter, gehalten, unsere Außen hatten mehr Wurfglück und ein besseres Händchen. Am Ende haben wir den kühleren Kopf bewahrt und dadurch gewonnen. Es war kein schöner, sondern ein Arbeitssieg. Aber solche Spiele muss man auch erstmal gewinnen“, so der erleichterte Deutscher in seinem Resümee.

Statistik

SV Langenweddingen: Strauß, Feller - Oeltze J. (4), Lewin (7), Schult (4), Ebel, Oeltze M. (3), Michael, Wohlfromm (3), Meyer, Marek, Lindert (4), Rossbach, Schmelzer