Wanzleben l Zuvor hatte es Schwierigkeiten mit der verzögerten Eröffnung der Wettkampfstätte, der Sporthalle des Bördegymnasiums, gegeben. Der Geruch nach frischer Farbe und Baucontainer neben der Sporthalle wiesen noch auf die gerade fertig gestellten Renovierungsarbeiten hin.

Eröffnung durch den Präsidenten

Der Rahmen des Turniers war vom Bördetiger-Team sehr gut vorbereitet. Mit modernster Technik und einem kundigen Listenschreiberteam konnte der Wettkampfbeginn gemeistert werden. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des BSV Wanzleben, Günter Egli, richtete der Bürgermeister der Gemeinde, Herr Dr. Kluge, Grußworte an die angereisten Sportler, Trainer und mitgereiste Eltern. Anschließend fand die traditionelle Gedenkminute an den Vereinsgründer und Trainer der Bördetiger Ingolf Kottisch statt.

Aus Sicht der Bördetiger musste Paul Pieper als erster Kämpfer auf die Matte. Paul hatte einen guten Tag erwischt und konnte seine Kämpfe in der höchsten Gewichtsklasse des Tages komplett erfolgreich abschließen. In der Wertung „Bester Techniker“ sollte er am Ende sogar noch die höchste Punktzahl einfahren, und den Pokal gewinnen können.

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Ebenfalls einen starken Wettkampf lieferten Moritz Scheer und Emil Kottler ab. Beide konnten ihre Kämpfe erfolgreich abschließen, und sich so über die Goldmedaillen freuen. Für Moritz war es besonders schwer, da der zehnjährige als „Altersklassen Aufsteiger“ kämpfte. Er trat gegen Gegner an, die immerhin bis zu zwei Jahre älter waren.

Hoffmeister im Pech

Einen weiteren ersten Platz erlangte Justin Riethausen, allerdings ohne Gegner in der eigenen Gewichts- und Altersklasse. Er sammelte in freien Kämpfen Erfahrungen. Armin Hoffmeister hatte ein wenig Pech. Kurz vor Ende seines entscheidenden Kampfes lag er knapp vorn, wurde dann jedoch von seinem Gegner mit Innenschenkeltechnik (Uchi Mata) geworfen und kam damit nur auf dem zweiten Platz an.

Die Bördetiger Leonard Philiptsev (2. Platz) und Dennis Ragno (3.) starteten in der gleichen Gewichts- und Altersklasse wie Paul Pieper. Sie konnten die Kämpfer aus den anderen Vereinen besiegen. So kam es, dass der komplette Medaillensatz dieser Klasse nach Wanzleben ging.

Wenige Mädchen am Start

Die Starterreihe der Mädchen war durch mehrere Krankheitsfälle sehr ausgedünnt. Nur zwei Mädchen konnten antreten. Als erste trat Johanna Döppner auf die Matte. Sie hatte diesmal Mühe, in den Wettkampf zu kommen, und musste sich mit dem dritte Platz begnügen. Einen riesen Jubel löste der Entscheidungskampf der zweiten Kämpferin, Leonie Friese, aus. Sie bestritt ihr erstes Turnier und war furchtbar aufgeregt. Unter den Anfeuerungsrufen der Trainingskameraden und den Anweisungen ihres Trainers gelang ihr das Unerwartete: Sie holte Gold.

Neben dem Pokal für Paul Pieper wurden drei weitere Sportler aus Haldensleben, Genthin und Köthen als beste Technikerin/bester Techniker des Turniers geehrt. In der Mannschaftswertung belegten die Bördetiger den dritten Rang hinter dem USC Magdeburg und den Kämpfern aus Ilsenburg.

Fazit fällt positiv aus

Als Fazit des Wettkampfes bleibt festzustellen, dass die jungen Sportler des BSV weiterhin mit den besten Vereinen im Land mithalten können. Die Ausrichtung des Turniers setzte wieder Maßstäbe in der Qualität. Dafür bedankte sich der Vorstand der Bördetiger ausdrücklich bei allen Helfern und den Betreuern sowie insbesondere beim „Muttiteam der Bördetiger“.