Haldensleben l Die A-Junioren des SV Eintracht Salzwedel 09 rutschen immer weiter in den Abstiegskampf hinein. Am „Internationalen Tag der Arbeiterbewegung“ musste der amtierende Landesmeister eine herbe 2:10 (0:6)-Pleite beim Haldensleber SC hinnehmen und hat im Saisonendspurt nur noch drei Punkte Vorsprung zur Gefahrenzone.

Nach Abtastphase geht es mächtig zur Sache

Im Haldensleber Waldstadion sahen die Zuschauer zunächst eine kurze Abtastphase, in der nicht viel passierte. Nach guten fünf Minuten kamen die Gäste aus der Westaltmark, die ohne ihren privatverhinderten Trainer Helge Kietzke anreisten, besser ins Spiel und zu den ersten Chancen des Spiels. Der B-Jugendliche Jan Hoefert (5./stark gehalten) und Lukas Biermann (6./knapp vorbei) vergaben beste Möglichkeiten, was sich nur wenig später rächen sollte. In der sechsten Minute nutzten die Platzherren eine Unaufmerksamkeit in der Salzwedeler Hintermannschaft und Philipp Nauthe traf nach toller Einzelaktion zur frühen Führung - 1:0. Wieder nur ein paar Sekunden später fast das 2:0. Oliver Weißbach hielt Denny Heverkerl im eigenen 16er und Schiedsrichter Michael Damke entschied auf Elfmeter. Den folgenden Strafstoß trat der Gefoulte höchstpersönlich, aber Jonathan Gehrke im Tor ahnte die Ecke und konnte klären. Anschließend durchlebten die Jeetzestädter die nächste unglückliche Situation. Der bereits verwarnte Weißbach ging in der eigenen Hälfte erneut mit unerlaubten Mitteln zu Werke und wurde mit der Ampelkarte früh des Platzes verwiesen. Den folgenden Freistoß aus dem Halbfeld nutzte der HSC und erhöhte auf 2:0. Willy Duda profitierte von der Salzwedeler Orientierungslosigkeit und erhöhte. Nachdem Norman Weitz nur wenige Augenblicke nach der 2:0-Führung per Strafstoß auf 3:0 erhöhte, wurde das Spiel ein Selbstläufer für die Börde-Kicker. Die völlig verunsicherten Salzwedeler wurden nun förmlich schwindelig gespielt und lagen bereits nach 36 Spielminuten mit 0:6 in Rückstand.

In der Halbzeitpause versuchten sich die Gäste nochmal neu zu formieren und zu motivieren und gingen dementsprechend in die zweiten 45 Minuten. Es dauerte allerdings nur vier Minuten, bis Weitz auf 7:0 erhöhte und den Torreigen fortführte. Obwohl die Rot-Weißen im zweiten Abschnitt etwas besser standen und auch durch Luca Nowak und dem eingewechselten Liam Niemeyer noch zwei Ehrentreffer erzielen konnten, war der Drops insgesamt gelutscht. Am Ende siegten die Gastgeber absolut verdient mit 10:2 und haben damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Torfolge: 1:0 Philipp Nauthe (7.), 2:0, 6:0 Willy Duda (18., 36.), 3:0, 7:0 Norman Weitz (20./Foulelfmeter, 49.), 4:0 Pascal Thieke (25.), 5:0 Marius Maiberg (28.), 8:0 Denny Hevekerl (71.), 8:1 Luca Nowak (73.), 9:1, 10:1 Ruslan Fylypchuk (75., 84.), 10:2 Liam Niemeyer (90.).

Haldensleber SC: Rauhut - Weitz, Maiberg, Wille, Hevekerl, Schulze, Schubert (56./Geiter), Schendel (56./Koertge), Nauthe, Duda (46./Heckeroth), Thieke (46./Fylypchuk).

SV Eintracht Salzwedel: Gehrke - Weißbach, Plewe, Stehr, Biermann (46./L. Niemeyer), Hoefert (46./F. Niemeyer), Förster (66./Müller), Nowak, Pietscher, Schröder, Much.

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Oliver Weißbach (17./SV Eintracht Salzwedel 09), Denny Hevekerl verschießt einen Foulelfmeter (8./Haldensleber SC).

Zuschauer: 24.