Kalbe/Milde l In der Sporthalle an der Feldstraße stand der VfB Klötze im Rahmen des Liga-Pokals des Basketball Verbandes Sachsen-Anhalt (BVSA) zumindest kurzzeitig vor einer Überraschung. .Am Ende unterlagen die Mannen um Spielertrainer Harald Lotsch aber mit 63:72 (30:38) gegen den Oberligisten SV Einheit Weißenfels und schieden damit auch aus dem Wettbewerb aus.

Besuch in der alten Heimat

Allerdings gab es zwei Geschichten abseits des Spieles. Zum einen kehrte der mittlerweile baumlange Ference Gille in seine alte Heimat zurück und gab mit den Weißenfelsern seine Visitenkarte ab. Gille ist mittlerweile in den Kader des Bundesligisten MBC Weißenfels gerutscht, „durfte“ aber an der Milde mit dem Oberligisten aufdribbeln. Das tat er natürlich eindrucksvoll, stellte seine Klasse unter beweis und erzielte zudem noch starke 19 Punkte. Darunter waren auch die Zähler zum 31:28, die Gille per krachendem Dunking beisteuerte.

Zum anderen durfte sich das Heimpublikum wieder einmal auf einen aktiven VfL-Sielertrainer Harald Lotsch freuen. Der kehrte nämlich nach längerer Pause wieder auf das Parkett zurück, war aber mit seiner eigenen Leistung nicht ganz so zufrieden.

„Mir hat eigentlich noch der Rhythmus gefehlt, gerade bei den Freiwürfen und Würfen habe ich das gemerkt. Im Endeffekt konnten wir zwar phasenweise gut mithalten, zum ganz großen Wurf reichte es am Ende aber nicht. Dafür haben wir auch nicht konstant genug gespielt“, so sein Fazit.

Klötzer kämpfen wacker

Dennoch sah er zu Beginn eine sehr hungrige und konzentrierte VfL-Mannschaft, die auch gleich einmal aus der Distanz punktete und mit 9:6 (3.) in Führung gehen konnte. Dabei trafen Lotsch selbst und zweimal Martin Czubkowski aus der Distanz.

Danach übernahmen aber zunächst die Weißenfelser das Kommando. Der eingewechselte Gille und Thiem zerrten jetzt mächtig an den Ketten und sorgten für das 22:18 zur ersten Viertelpause.

Den besseren Start in zweiten zehn Minuten hatten aber erneut die Mildestädter. Nach Punkten von Dan Schröder und Manuel Gericke zum 22:23 (12.) fanden sie schnell wieder Anschluss. In Minute 15 gingen die Altmärker sogar noch einmal in Front. Zunächst verwandelte Christian Mehlicke einen Dreipunktwurf zum 26:25 und nur wenig später sorgte Tobias Lenz für das 28:27. Es sollte allerdings die letzte VfL-Führung in diesem Spiel sein.

Danach gelang bis zur Pause so gut wie nichts mehr, so dass die Gäste aus Weißenfels auf 38:30 enteilen konnten. Entschieden war jedoch noch nichts.

heiteres drittes Viertel

Im dritten Abschnitt ging es munter hin und her. Zwar konnten die SSV-Jungs zunächst den Vorsprung auf 42:30 (22.) ausbauen, doch der VfL ließ sich nicht abschütteln. Auch nicht, als es in Minute 26 sogar bereits 55:38 für die Gäste hieß. Mit sechs Zählern in Serie zum 44:55 durch Gericke, Czubkowsku und Lotsch blieben die Altmärker zumindest in Sichtweite. Nach einem Dreier von Michael Berck ging es mit einem 47:59 in das Schlussviertel.

Und hier durften die VfL-Cracks noch einmal kurz an der Überraschung schnuppern. Berck (5) und Lotsch (4) sorgten mit ihrem 9:0-Lauf nicht nur für das 56:59 (33.), sondern auch dafür, dass die Weißenfelser nochmal einen Gang höher schalten mussten.

Gericke bringt den VfL heran

Das taten sie dann auch. Schell hieß es wieder 66:56 - auch, weil Lotsch von der Freiwurflinie schluderte. Danach schaffte Gericke mit seinen vier Zählern am Stück noch das 60:66 (37.). Die Lunte brannte also immer noch, ehe die Gäste mit einem 6:0-Lauf - vier Punkte kamen dabei von Gille - entscheidend auf 72:60 (39.) enteilte.

Den Schlusspunkte setzte dann in der Schlussminute Michael Berck mit einem erfolgreichen Dreier, der allerdings zu nicht mehr als etwas Ergebiskosmetik taugte. „Naja, ein wirklicher Klassenunterschied war eigentlich nicht zu erkennen, aber der Sieg der Weißenfelser geht schon in Ordnung“, so Spielertrainer Lotsch nach der Begegnung.

Damit beendete der VfL Kalbe/Milde eine dennoch sehr erfolgreiche Saison nach dem Oberliga-Rückzug und freut sich immerhin über den Staffelsieg in der Bezirksliga.

Statistik

VfL Kalbe/Milde: Lotsch (13 Punkte), Schülke, Mehlicke (9), Schmieder, Drüsedau, Duwe, Czubkowski (8), Gericke (14), Lenz (2), Schröder (2), Berck (15).