Binde/Arendsee l Mittlerweile sind die Altmärker schon 34 Bundesliga-Heimspiele in Serie makellos, was auf dieser Spielebene sicher einzigartig sein dürfte. Und es war sichtlich knapp am Sonntag gegen die Berliner, die bereits vor dem Wettkampf auch ihre Aufstiegsambitionen kommuniziert hatten. „Damit war auch für uns der Druck natürlich etwas gewichen, denn wenn der NKC aus irgendwelchen Grünen verzichtet hätte, dann wären wir derzeit der Nachrücker“, so SVB-Teamchef Alf Schernikau.

Spannung im Spitzenspiel

Der hatte auf Bahn vier am Sonntag - es standen die letzten 30 Wurf an - ein wahres Nervenspiel zu absolvieren. Während der letzten Serie rief er sogar aufgeregt nach Carlo Thiede, der aufklären sollte, wie der Stand der Dinge hintichtlich des Zusatzpunktes sei. Schernikau beendete seinen Wettkampf vier Wurf eher als seine Gegner, die beide auf Kurs 52 oder mehr lagen. Schernikau ließ 890 Holz einschreiben und musste - wie auch seine Teamkollegen und die Fans - bangen. Rudolphf und Glöde blieben aber bei 889 Holz hängen und verpassten damit den Zusatzpunkt.

Saisonspielabschluss in Neuruppin

„Ja das war ganz schön knapp am Ende, aber das macht auch den Sport aus“, so ein durchgeschwitzter Teamleiter im Anschluss.

Nachdem das 3:0 feststand, hatten die Binder auch Augen für die restlichen Partien der Liga. Und hier passierte noch so einiges. So gewann der BBC Neuruppin auswärts bei Sparta/KSG und brachte sich damit auch nochmal ins Spiel im Kampf um die Silbermedaille.

„Die Neuruppiner liegen zwar derzeit hinter uns, aber nach Tabellenbereinigung sind wir punktgleich. Allerdings haben wir noch das bessere Punktverhältnis aufzuweisen, so dass wir ganz gute Karten haben“, stellte Schernikau fest.

Und wie es der Zufall will, reisen die Binder am letzten Spieltag nach Neuruppin. Zuvor sind sie in Fehrbellin zu Gast. Sollte dort schon ein Punktgewinn gelingen, wäre Platz zwei so gut wie sicher.

SV Binde hat Ziel vor Augen

„Im schlechtesten Fall, und hier sind wirklich alle negativen Eventualitäten schon mit eingerechnet, sind wir aber ganz sicher Vierter“, errechnte Stefan Dombrowski. Doch der SVB will natürlich Silber.

Schernikau scherzte im Rahmen der Siegerehrung sogar noch mit den NKC-Spielern. „Naja, wenn wir beide Spiele auswärts 3:0 gewinnen und ihr beide Spiele zu Hause abgebt, dann sind wohl eher wir Staffelsieger“.

Natürlich ist diese Rechnung unwahrscheinlicher als ein Sechser im Lotto, und wurde somit von allen Beteiligten grinsend zur Kenntnis genommen.