Gardelegen l Die Fußball-Saison 2020/2021 wird am morgigen Freitag mit dem Match der beiden Aufsteiger SSV 80 Gardelegen (Landesliga Nord) und FC Grün-Weiß Piesteritz (Landesliga Süd) in der Verbandsliga, der höchsten Spielklasse des Landes Sachsen-Anhalt, offiziell eröffnet.

Und dass die Altmärker dieses Spiel am Freitag überhaupt bestreiten dürfen, verdanken sie einer jahrelangen Entwicklung, die in der entscheidenden Form im Jahr 2003 begann. Damals spielten die Gardelegener Männer in der Kreisliga, der Spitzenliga der westlichen Altmark. Unter Trainer Ronald Krziwanie schafften sie auch endlich den Aufstieg in die Fußball-Landesklasse 1.

Nachwuchs wird erfolgreich integriert

Schon zu diesem Zeitpunkt setzten die Altmärker auf die Jugend. Die starken Jahrgänge 1980 bis 1983 kamen nun zum Tragen und bestimmten von Beginn an das Niveau in der Landesklasse mit.

In den Folgejahren scheiterten die Gardelegener mehrfach am großen Wurf - den Aufstieg in die Landesliga. Es fehlte immer nur ein Quäntchen. Allerdings hielten die Gardelegener Kicker, mittlerweile von Norbert Scheinert trainert und von Jens Bombach als Sektionsleiter geführt, an ihren Maßgaben, auf die Jugend zu setzen, fest. Jugendmannschaften spielten von der D bis zur A-Jugend auf Landesebene erfolgreich. Immer wieder drängten junge Spieler in die Männermannschaft und verstärkten diese punktuell.

2009: Aufstieg in die Landesliga

So gelang in der Saison 2008/2009 der Aufstieg in die Landesliga. Allerdings endete diese Saison, Trainer waren damals Frank Riedel (Hinrunde) und Ronald Krziwanie (Rückrunde), mit dem Wiederabstieg. 41 Punkte reichten in jener „Hammerspielzeit“ mit fünf Absteigern nicht aus, um die Klasse zu halten.

Dann, im Jahr 2018, schafften die mittlerweile wieder von Scheinert gecoachte Mannschaft erneut den Aufstieg in die Landesliga Nord. Das Personal wurde dabei sogar weiter verjüngt. Spieler wie Florian Scheinert, Xaver-Dan Haak oder auch Hannes Schreiber bildeten schon feste Säulen im Team. Die Aufstiegssaison beendeten die Gardelegener überraschend auf dem zweiten Platz. Doch damit nicht genug. Ein Jahr später standen sie sogar im „Corona-Jahr“ ganz oben und schafften den Sprung in die Verbandsliga und in das Eröffnungsspiel.