Kuhfelde l  Beim abstiegsbedrohten Kreisoberligisten Kuhfelder SV setzte sich die Mannschaft von Dirksen Höft am Ende deutlich mit 5:1 (3:0) durch.

Doppelschlag in der Anfangsphase

Nach kurzer Abtastphase schien die Partie bereits nach sieben Minuten entschieden zu sein. Erst erzielte Albrecht Bock per Direktabnahme die Letzlinger 1:0-Führung (6.) und ein paar Sekunden später setzte sich der aufgerückte Andreas Schnecke auf der rechten Seite durch und erhöhte auf 2:0.

Von diesem schnellen Doppelpack schien der Kuhfelder SV, der in den ersten Minuten noch gut im Spiel war, recht angeschlagen. Die Heide-Kicker schockten den Underdog frühzeitig, der wie gelähmt wirkte.

Erst in der 17. Minute, konnten die Platzherren den ersten Torschuss verbuchen. Allerdings stellte der Schuss von Benjamin Brauner keine Gefahr für den FSV-Schlussmann Thomas Lübke dar.

Nach der Gästeführung, blieb die Dominanz der Letzlinger allerdings überschaubar. Die Ballbesitzanteile waren sogar nahezu ausgeglichen. Doch während die Gäste hinten sicher standen und offensiv immer eine Lösung fanden, agierten die Kuhfelder im ersten Abschnitt weitestgehend ideenlos.

Entscheidung vor der Halbzeit

Nachdem der Letzlinger Bock in der 33. Minute per Kopf das 3:0 verpasste, machte es Günter Ahlfeld zwei Zeigerumdrehungen später besser und netzte ein. Ein missglückter Abschlag von Mario Wernstedt ,kam postwendend zurück. Bock setzte Ahlfeld in Szene, der das Leder per Heber ins Kuhfelder Tor beförderte. Damit schien der Drops schon nach 35. Minuten gelutscht.

Nur drei Minuten später folgte dann aber eine Szene, durch die das Spiel hätte kippen können. Nach einem Missverständnis zwischen Abwehrchef Stefan Saluck und Lubke, gelangte der Kuhfelder Hauke Bernd Oldenburger an den Ball. Dieser legte für Sebastian Huse ab, der sofort abzog. Beim darauf folgenden Klärungsversuch hatte Saluck dann im eigenen 16-er Pech, dass der Ball vom Knie an den Arm sprang. So blieb dem Unparteiischen Thorsten Ebeling keine andere Wahl, als die Rote Karte aufgrund der Vereitelung einer klaren Torchance zu ziehen.

Den fälligen Strafstoß trat Toni Schulz an, der das Leder aber links am Tor vorbei schob. Nur drei Minuten später gab es dann Elfmeter auf der Gegenseite. Christian Tiedge brachte im eigenen Strafraum Ahlfeld zu Fall. Der Landesklasse-Vertreter aus Letzlingen bekam somit die große Gelegenheit, auf 4:0 zu erhöhen.

Heide lässt Strafstoß liegen

Zum Strafstoß trat der Gefoulte höchstpersönlich an, fand aber in KSV-Schlussmann Wernstedt seinen Meister. Bevor es für die beiden Mannschaften in die warmen Kabinen ging, mussten die Letzlinger noch eine kurze Schrecksekunde überstehen. Nach einem Zuspiel von Schulz, kam Christian Grothe frei zum Abschluss, blieb aber glücklos. Der Ball landete nach der Parade von Lubke allerdings direkt vor die Füße von Huse, der aus drei Metern das Kunststück fertig brachte, das Tor zu verfehlen (45+1/drüber).

In den zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer eine etwas andere Partie. Während die Letzlinger in Unterzahl in den Verwaltungsmodus umschalteten und offensiv kaum noch etwas zustande brachten, wurde der Kuhfelder SV immer mutiger und erspielte sich mit längerer Spieldauer ein deutliches Chancenplus.

Nachdem Oldenburger aus der Drehung (59./gehalten), Huse nach einem Traumpass von Christian Grothe (68./knapp vorbei), Martin Arndt (76./knapp vorbei) und Benjamin Brauner (77./knapp drüber) so manche Möglichkeit ausließen, war das 1:3 durch Tiedge in der 78. Spielminute wohl mehr als überfällig und zweifellos hochverdient.

In der Schlussphase schafften es die Gastgeber aber nicht mehr, den nötigen Druck aufzubauen und wurden am Ende sogar noch doppelt bestraft. Erst erzielte Ahlfeld nach einem Kuhfelder Ballverlust in der Vorwärtsbewegung das 4:1 und ein paar Sekunden später, sorgte erneut Ahlfeld für den 5:1-Endstand.

Am Ende war der Sieg des FSV Heide Letzlingen nicht unverdient, der allerdings um zwei bis drei Tore zu hoch ausfiel. Ein Klassenunterschied wurde auf dem Platz nur selten deutlich.

Statistik

Kuhfelder SV: Wernstedt - Jürges, Arndt, Oldenburger, Grothe, Mertens (78./Brunzel), Tiedge, Brauner, Schulz, Huse, Bastian.

FSV Heide Letzlingen: Lubke - Ölze, Bock, Benecke, Schmidt, Schnecke, Ahlfeld, Tänzer (77./Knackmuß), Saluck, Palutke, Ehrecke.

Torfolge: 0:1 Albrecht Bock (6.), 0:2 Andreas Schnecke (7.), 0:3 Günter Ahlfeld (35.), 1:3 Christian Tiedge (78.), 1:4, 1:5 Günter Ahlfeld (90.+1, 90.+2).

Schiedsrichter: Thorsten Ebeling.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte gegen Stefan Saluck (38./ Letzlingen), Toni Schulz verschießt einen Handelfmeter (38./Kuhfelder SV/vorbei), Günter Ahlfeld verschießt einen Foulelfmeter (42./FSV Heide Letzlingen/gehalten).

Zuschauer: 36.