Salzwedel l In der Fußball-Kreisoberliga steht der letzte Spieltag vor der Winterpause auf dem Programmplan. Während der SV Schwalbe Schwiesau definitiv auf dem letzten Tabellenplatz überwintern wird, ist es noch offen, wer auf dem zweiten Abstiegsplatz Weihnachten „feiern“ wird.

Der FC Jübar/Bornsen hat am Sonnabend (13 Uhr) im Mechauer Sportpark gastiert und sich mit 3:0 durchgesetzt. Die Tore für den FC schoss allesamt Dustin Barnewsky.

Auch im Kampf um die Herbstmeisterschaft ist noch alles offen. Sicher hat der Ligaprimus TSV Kusey - mit zwei Zählern Vorsprung - den entscheidenden Vorteil gegenüber dem SSV 80 Gardelegen II.

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Chüden zu Gast in Gardelegen

Während der TSV bei der Zweitvertretung des SV Eintracht Salzwedel 09 gastiert und sich keine Blöße geben darf, empfängt die Landesliga-Reserve den Aufsteiger SV Eintracht Chüden. Weiterhin gastiert der SV Schwalbe Schwiesau beim SV Rot-Weiß Wenze, der Kuhfelder SV erwartet den SV Rot-Blau Sanne und der Diesdorfer SV will im heimischen Sportzentrum gegen den SV Heide Jävenitz nachlegen.

Der VfB 07 Klötze ist indes spielfrei und kann somit den zweiten Advent im Kreise der Familie verbringen.

SV Rot-Weiß Wenze - SV Schwalbe Schwiesau. Der Aufsteiger SV Rot-Weiß Wenze führt aktuell als Achter und mit 16 Punkten auf dem Konto die zweite Tabellenhälfte an.

Drei Siege am Stück geholt

Dass die Rot-Weißen so gut platziert sind liegt vor allem an den Leistungen Ende Oktober und im November. In dieser Zeit fuhr Wenze drei Siege am Stück ein und konnte so den Anschluss an das Mittelfeld der Liga herstellen. Zuletzt gab es allerdings einen Dämpfer bei der 1:5-Pleite in Langenapel. Morgen will Wenze zurück in die Erfolgsspur finden und das Tabellenschlusslicht SV Schwalbe Schwiesau bezwingen.

Die Schwalben haben indes bereits fünf Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Folglich muss gerade in den Spielen gegen Teams aus der unteren Hälfte etwas Zählbares her. Die Schwiesauer warten bereits seit Mitte September auf einen Dreier. Damals konnte der SV Rot-Blau Sanne deutlich mit 4:0 bezwungen werden. Von solchen Ergebnissen sind die Gäste aktuell meilenweit entfernt. Folglich reist Schwiesau morgen auch als Underdog nach Wenze, die aktuell einfach einen viel gefestigteren Eindruck machen. Im März des vergangenen Jahres trennten sich beide Kontrahenten mit einem 1:1-Remis in Wenze. Schiedsrichter: Thorsten Ebeling.

SV Eintracht Salzwedel 09 II - TSV 1919 Kusey. Die Rollen vor dieser Partie sind natürlich klar verteilt. Der TSV Kusey führt das Klassement aktuell mit zwei Punkten Vorsprung vor Gardelegen II an. Will die Steckhahn-Elf die Herbstmeisterschaft perfekt machen, muss schon ein Sieg auf der Salzwedeler Flora her.

Ein Punkt für Salzwedel gut

Ganz andere Probleme hat indes die Landesklasse-Reserve des SV Eintracht Salzwedel. Die Jeetzestädter belegen mit mageren zwölf Punkten auf der Habenseite den zwölften Tabellenplatz. Der Abstand zur Gefahrenzone beträgt nur zwei Zähler, weshalb die Möglichkeit auf einem Abstiegsrang zu überwintern durchaus gegeben ist. Natürlich werden die 09er das unbedingt verhindern wollen und hoffen zumindest ein Remis einfahren zu können.

Wie man das gegen die Tormaschine der Liga schafft, zeigte in der Vorwoche die SG Eintracht Mechau. Insgesamt ist es klar, dass Kusey als haushoher Favorit nach Salzwedel reist. Die einzige Inkonstante ist die, welches Salzwedeler Personal möglicher Weise aus der A-Jugend oder aus der Erstvertretung aushilft.

Ein Spiel mit einigen Toren erwartet

So oder so wird trotz der tabellarischen Unterschiede ein ansehnliches Spiel mit einigen Toren erwartet. In der letzten Spielzeit setzten sich die Blau-Weißen mit 4:1 in Salzwedel durch. Eine Wiederholung dieses Ergebnisses ist durchaus möglich. Schiedsrichter: Sven Schottenhamel.

Kuhfelder SV – SV Rot-Blau Sanne. Sollte der TSV Kusey ein paar Kilometer weiter in Salzwedel verlieren und Gardelegen II nicht gegen Chüden gewinnen, könnte der KSV mit einem Dreier gegen den SV Rot-Blau Sanne auf Rang eins klettern und sich damit zum Herbstmeister krönen.

Punktgleich mit Gardelegen II

Aktuell ist die Mannschaft von Günther Serien punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Gardelegen, verbucht aber die schlechtere Tordifferenz. Insgesamt gehen die Kuhfelder damit als Favorit in dieses Spiel, sollten aber vor dem Gegner aus Sanne gewarnt sein.

Die Rot-Blauen können als Siebenter des Klassements befreit aufspielen. Sanne rangiert mit 20 Punkten im Niemandsland der Tabelle und muss sich vorerst keine Sorgen um den Klassenerhalt machen. Die Gäste sind in dieser Mannschaft ein sehr ernstzunehmender Gegner, der vor allem zu Hause über sich hinaus wachsen kann. Diese Erfahrung musste zum Beispiel der SSV 80 Gardelegen II machen. Die 80er reisten als haushoher Favorit nach Sanne, verloren die Partie allerdings mit 2:4 und traten die Heimreise folglich mit leeren Händen an.

Platz eins in der Heimtabelle

In der Fremde konnte Sanne allerdings nur vier Zähler einfahren, wohingegen Kuhfelde mit 18 Punkten Platz eins in der Heimtabelle einnimmt. In der letzten Spielzeit setzte sich der SV Rot-Blau Sanne mit 2:1 in Kuhfelde durch. Schiedsrichter: André Liesche.

SSV 80 Gardelegen II - SV Eintracht Chüden. Der SSV 80 Gardelegen II hat von drei Top-Teams der Liga das vermeintlich leichteste Spiel vor der Brust.

Zurück in die Erfolgsspur

Die Landesliga-Reserve aus Gardelegen musste eine bittere Niederlage hinnehmen und muss nun im Kampf um die Herbstmeisterschaft auf Schützenhilfe aus Salzwedel hoffen. Aktuell findet sich die SSV-Reserve mit zwei Punkten hinter dem TSV Kusey auf Position zwei wieder. Am Sonntag wollen die Gardelegener wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Gegen die arg abstiegsbedrohte Eintracht aus Chüden sind die Platzherren natürlich der haushohe Favorit.

Chüden hat indes nur einen Zähler Vorsprung auf die Gefahrenzone. Sollte die Eintracht verlieren, ist es durchaus möglich, dass die Mannschaft von Holger Stiller auf einem Abstiegsplatz überwintert. In den letzten sechs Spielen ging Chüden fünfmal als Verlierer vom Platz. Der letzte Sieg stammt aus dem September, weshalb die Brust nicht die breiteste sein dürfte.

Individuelle Klasse zu groß

Es ist kaum vorstellbar, dass die Gäste etwas aus Gardelegen mitnehmen können. Dafür ist die individuelle Klasse der Gastgeber einfach zu groß. Letztmals begegneten sich beide Mannschaften im Oktober 2012 auf der Rieselwiese. Damals setzte sich die zweite Mannschaft des SSV mit 4:1 durch. Schiedsrichter: Sebastian Dembeck.

Diesdorfer SV - SV Heide Jävenitz. Der Diesdorfer SV möchte am liebsten dort weiter machen, wo er aufhörte. Die Mannschaft von Jörg Kleiner feierte im Kellerduell beim SV Eintracht Chüden einen 3:1-Erfolg und kletterte durch diesen Dreier auf Rang zehn des Klassements. Der Vorsprung zur Gefahrenzone beträgt nunmehr fünf Zähler. Natürlich ist dieser Sieg in Chüden fast wertlos, wenn es die Diesdorfer nicht schaffen nachzulegen oder zumindest ein Remis im heimischen Sportzentrum einzufahren.

Keine leichte Aufgabe

Leicht wird das gegen den Landesklasse-Absteiger SV Heide Jävenitz aber nicht. Die Mannschaft von Guido Euen ist derzeit die vierte Kraft in der Liga. Wollen die Heide-Kicker den Anschluss an das Spitzentrio nicht komplett verlieren, ist ein Sieg in Diesdorf fast schon Pflicht. Zuletzt konnte Jävenitz drei Spiele in Serie für sich entscheiden und wird folglich mit einer großen Portion Selbstvertrauen anreisen. Insgesamt gehen die Gäste als Favorit ins Spiel.

Nichtsdestotrotz hat der DSV die nötige Qualität in seinen Reihen, um etwas Zählbares einzufahren, weshalb der Ausgang doch irgendwo offen ist. Letztmals trafen beide Mannschaften im September 2015 in Diesdorf aufeinander. Damals konnten die Platzherren das Duell mit 2:1 gewinnen. Schiedsrichter: Guido Eisenschmidt.