Salzwedel l Auf der Salzwedeler Flora kam der niedersächsische Bezirksligist - mit dem Ex-Salzwedeler Philip Müller als Kapitän - etwas besser ins Spiel. Gerade in den ersten Minuten verbuchten die Gäste viel Ballbesitz und näherten sich in so mancher Situation durchaus dem Tor von SVE-Schlussmann Dennis Röhl an.

Mit längerer Spieldauer fand jedoch auch die Eintracht besser ins Spiel und konnte das Duell ausgeglichen gestalten. Nachdem sich in der Folge der Großteil des Geschehens zwischen den beiden Strafräumen abspielte, fiel das Salzwedeler 1:0 in der 31. Minute etwas aus dem Nichts.

Nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite, fand eine Hereingabe von Jan Plewe den Fuß von Lukas Biermann, der am zweiten Pfosten locker einschob.

Nach der Führung konnte sich der Gastgeber optische Vorteile erspielen, musste in der 40. Minute aber dennoch überraschend den Ausgleich hinnehmen. Nach einem missglückten Rückpass von Plewe schaltete Philip Müller am schnellsten, umkurvte den herannahenden Röhl und schob ebenfalls locker ein - 1:1.

Lüchow gleicht erneut aus

In den zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Nach der erneuten Salzwedeler Führung durch Stefan Heuer, war es wenige Minuten später erneut der Ex-Salzwedeler Müller, dem ein Pfosten-Abpraller von Philipp Scheppmann direkt vor die Füße sprang und anschließend auf 2:2 stellte.

Allerdings war dieser Treffer zum 2:2-Ausgleich auch für lange Zeit die letzte nennenswerte Offensivaktion des SC. Während bei Lüchow nun langsam die Kräfte nachließen, konnten die Jeetzestädter weiter zulegen.

Durch das gute Pressing wurden immer wieder früh die Bälle gewonnen, was sich später dann auch im Ergebnis ausdrückte. Nachdem Kevin Gebert, Julian Seehausen und zweimal Alf Müller die 09er mit 6:2 in Führung brachten, gehörte den Niedersachsen zwei Minuten vor Ultimo aber zumindest die letzte Szene des Spiels. Röhl spielte einen missglückten Pass in die Füße von Lukas-Robert Schulze. Dieser setzte sich im Eins-gegen-Eins spielend gegen Malte Liestmann durch und schlenzte das Leder anschließend zum 3:6-Endstand ins Tor.

Helge Kietzke (Trainer von Salzwedel): „In der ersten Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie. Die Mannschaft hatte eine klare Vorgabe. Sie sollte nach Ballgewinnen nicht sofort ins Umschaltspiel gehen, sondern neu von hinten aufbauen. In der zweiten Halbzeit gab es diese Vorgabe nicht mehr und wir wurden stärker. Vor allem durch unser Pressing konnten wir viele Bälle erobern und das hat mir schon ganz gut gefallen. Was nicht so gut war, waren vor allem die individuellen Fehler vor den ersten beiden Gegentoren und die teils fehlende Zielstrebigkeit nach Ballgewinnen in Hälfte zwei.“

SV Eintracht Salzwedel: Röhl - Seehausen, Pietscher, Roth, Liestmann, Gebert, Schreiber, Michael (31./Heuer), Beck, Biermann (31./Müller), Plewe (46./Lohr).

SC Lüchow: Liestmann - Gotthardt, Kühn (46./Kuschmierz), Grütt, Scheppmann, Müller, Frede, Colmsee, Folz (46./Schulze), Rudnick (46./Jurk), Konik (46./Redwanz).

Torfolge: 1:0 Lukas Biermann (31.), 1:1 Philip Müller (40.), 2:1 Stefan Heuer (56.), 2:2 Philip Müller (62.), 3:1 Kevin Gebert (67.), 4:2 Julian Seehausen (74.), 5:2, 6:2 Alf Müller (75., 84.), 6:3 Lukas-Robert Schulze (88.).

SR.: Guido Eisenschmidt.