Gardelegen l Es war bereits der dritte in Serie für den SSV Gardelegen. Auf heimischem Geläuf wurde der SV Union Heyrothsberge bezwungen. Dabei drehte die Elf von Trainer Norbert Scheinert in Hälfte zwei auf, dann einen 0:1-Rückstand und siegte schließlich mit 3:1.In der aktuellen Tabelle rücken die Altmärker Spitzenreiter SV Staßfurt 09 (spielte 2:2 in Wernigerode) immer weiter auf die Pelle, haben nunmehr 39 Zähler eingesammelt und festigten damit den zweiten Rang.

Stridde bringt die Gäste in Führung

Doch zunächst sah es nicht nach dem elften Saisonerfolg der Gardelegener aus, denn sie hatten bei richtigem Herbstwetter zunächst Probleme mit den Platzverhältnissen, dem Gegner und irgendwie auch mit sich selbst.

Es lief gerade einmal Minute eins, da hätte es schon fast im Kasten von Marc Mette geklingelt. Stridde erlief sich einen langen Ball - übrigens war diese Marschroute oftmals im Gästeoffensivspiel zu beobachten - ließ noch Innenverteidiger Schönfeld alt aussehen, schoss das Spielgerät aber aus Nahdistanz ans Außennetz. Auf der anderen Seite kam Scheinert (5.) nach einer Ecke völlig frei zum Kopfball, setzte das Leder aber auf das Tornetz.

Chancen für den Gastgeber

Danach war ersteinmal Ruhe auf dem Platz. Beide Teams suchten nach dem Spielfaden, konnten ihn aber nicht wirklich aufnehmen. Während die Gäste immer wieder Stridde im Sturmzentrum suchten, hatte der SSV weiter Schwierigkeiten im Spielaufbau. Dennoch traf Malek, der in der zweiten Hälfte wegen einer Schulterverletzung vom Platz und direkt ins Krankenhaus musste, in Minute 26 den Pfosten. Nach einer halben Stunde schoss Bache nur knapp am langen Pfosten vorbei.

Auf der anderen Seite fiel dann aber der erste Treffer des Tages. Die Taktik Langer Ball-Stridde-Tor funktionierte diesmal perfekt. Der Angreifer nahm das Leder gekonnt an und mit und traf mustergültig aus Nahdistanz zum 0:1. Kurze Zeit später ging es für die Teams in die Halbzeitpause.

Bache bindet den Sack zu

Doch aus der kamen die Gastgeber wie ausgewechselt. Scheinbar hatte Trainer Scheinert die richtigen Worte und die SSV-Kicker endlich den Spielfaden gefunden. Kurz nach Wiederbeginn war nach einem Diagonalball von Scheinert Angreifer Bache zur Stelle und vollendete zum 1:1 (49.).

In der Folge blieb der SSV am Drücker und hatte Chancen, in Führung zu gehen. Nach gut einer Stunde scheiterte Berlin aber - ebenso wie Malek in Halbzeit eins - am Pfosten. Sieben Minuten später war aber der für Malek eingewechselte Mertens zur Stelle und schloss eine Vorarbeit von Scheinert, der sich nun als echter Leitwolf präsentierte, aus spitzem Winkel zum 2:1 (67.) ab.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt riskierten die Gäste, die nun auf 4-4-2 umstellten eindeutig mehr, standen damit natürlich hinten nicht mehr ganz so kompakt. Doch der SSV hatte Gegner und die eigene Hälfte im Griff. Da nun auch Platz zum Kontern war, versuchte der SSV nun auch auf diesem Weg zum Erfolg zu kommen. Schließlich war es erneut Bache mit Saisontor Nummer zwölf, der den SSV-Sieg in Minute 89 endgültig festzurrte - 3:1.

Statistik

Torfolge: 0:1 Daniel Stridde (40.), 1:1 Simon Bache (49.), 2:1 Eliano Neal Mertens (67.), 3:1 Simon Bache (89.).

SR: Christian Naujoks.

Zuschauer: 90

Vorkommnisse: Keine.