Gardelegen l Nach einer kleineren Durststrecke von vier Spielen in Folge ohne Sieg hat sich Fußball-Landesligist SSV 80 Gardelegen auf der heimischen Rieselwiese eindrucksvoll zurückgemeldet. Im Spitzenspiel der Nordstaffel besiegte die Elf von Trainer Norbert Scheinert den MSC Preussen mit 2:0 (1:0).

In der aktuellen Tabelle überholte der SSV 80 (48 Punkte) damit die Preussen (48) wieder und rangiert nunmehr mit dem besseren Torverhältnis gegenüber dem sonnabendlichen Gegner mit drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter SV Staßfiurt 09 auf Platz zwei.

Von Beginn an entwickelte sich auf der Rieselwiese ein Spiel auf hohem technischen und taktischen Niveau. Es war eindeutig ein Spitzenspiel. Beide Teams verfolgten auch die gleiche taktische Vorgabe. Die hieß eindeutig: hinten sicher stehen, und geordnet und schnell nach vorn spielen.

Die erste gute Chance allerdings verbuchten die Platzherren. Nach acht Minuten drang Martin Gille in den Preussen-16er ein. MSC-Keeper Willner konnte aber zur Ecke klären. Diese wurde aber auch nochmal gefährlich, denn der Kopfball von Maurice Bogdahn ging nur knapp daneben.

Bache erzielt Führung

In Minute elf war es dann soweit. Nach einem tollen öffnenden Pass von Frank Fehse, machte sich Clemens-Paul Berlin, der übrigens vom lautstarken SSV-Fanblock, der aus Akteuren der U23 der BSG Chemie Leipzig bestand, lautstark besungen wurde, auf den Weg und flankte mustergültig in den 16er. Dort musste Torjäger Simon Bache nur noch die Birne hinhalten und nickte zum 1:0 für die Platzherren ein.

Diese frühe Führung spielte den Gardelegenern natürlich in die Karten. Nun musste der Gast etwas anbieten. Das tat er aber auch. In Minute 19 hatte der SSV Glück, denn nach einen butterweichen Appel-Freistoß stand Marcus Preuss am langen Pfosten goldrichtig, traf aber mit seiner Direktabnahme nur das Außennetz. Praktisch im Gegenzug hätte schon das 2:0 fallen können, aber Berlin versuchte es direkt vor dem Tor allein, anstatt den mitgelaufenen Scheinert zu bedienen.

Nur fünf Minuten später brannte es im SSV-16er lichterloh. Der herausgeeilte Marc Mette konnte weit vor dem Kasten einen Ball nicht festhalten. Windelband nahm das Leder auf und drosch es in Richtung Tor. Dort klärte gerade noch so auf der Torlinie Marvin Bogdahn für seinen SSV. Im Anschluss traf Dolch für Gäste nochmals das Außennetzt.

Danach passierte nicht mehr viel und der Gastgeber nahm die knappe Führung mit in die Halbzeitpause.

Preussen drücken nach dem Seitenwechsel

Nach dem Wechsel hatten die Magdeburger mehr vom Spiel - mussten sie ja auch, wenn sie noch etwas mitnehmen wollten. So strich ein Kopfball von John Riedel nur knapp am Gardelegener Tor vorbei. In Minute 64 musste Mette Kopf und Kragen riskieren und klärte das Geschoss von Windelband gerade noch so über die Latte zur Ecke.

In Minute 70 stand Mette erneut im Fokus, als er einen Appel-Schuss aus 18 Metern noch ablenken konnte. Spätestens in der 82. Minute jedoch hatten die Gardelegener Glück, denn ein Kopfball von Dolch klatschte an den Pfosten. Der SSV hatte in dieser Phase Glück.

Gütte setzt Schlusspunkt

Dann kam es aber wie es kommen musste, denn wer vorne die Dinger nicht macht, wird bestraft. Getreu nach diesem Motto agierten die Gardelegener. Florian Scheinert klärte einen MSC-Angriff per Kopf und leitete damit gleich gegen die komplett aufgerückten Gäste das 2:0 ein. Der soeben eingewechselte Sascha Gütte - der Angreifer war noch keine Minute auf dem Platz - erlief sich das Leder und stiefelte in Richtung Magdeburger Gehäuse. Dort verwandelte er dann schnörkellos mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:0 - Die Entscheidung.

Statistik

Torfolge: 1:0 Simon Bache (11.), 2:0 Sascha Gütte (90.).

Schiedsrichter: Hannes Westphal (Tangermünde).

Zuschauer: 143.

Vorkommnisse: Keine.