Tangermünde/Möringen l  Beim FSV Saxonia Tangermünde kam die Mannschaft von Helge Kietzke am Sonnabend nicht über 1:1 (1:0)-Remis hinaus. Weil gleichzeitig der Möringer SV sein Heimspiel gegen den SV Rot-Weiß Arneburg deutlich gewann, klettern die Ostaltmärker auf Rang zwei des Klassements und steigen durch den Verzicht des FSV Heide Letzlingen in die Fußball-Landesliga auf.

Chancen auf beiden Seiten

Vor 200 zahlenden Zuschauern begegneten sich die Saxonen und die Salzwedeler vom Anpfiff weg auf Augenhöhe. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und sparten sich dabei eine längere Abtastphase. Während Stefan Heuer in der vierten Minute die erste Chance für die Eintracht verbuchte (drüber), verpasste auf der anderen Seite Rosario Schulze nur knapp das Leder (11.).

Mit längerer Spieldauer wurden die Platzherren besser. Die Elf von Steffen Lenz ließ den Ball nun laufen und war zudem oftmals Sieger in den Zweikämpfen im Mittelfeld. Dennoch waren es nicht die Kaiserstädter, sondern die Mannen von der Jeetze, die sich die besseren Möglichkeiten erspielten. Nachdem Pascal Kreitz in der 20. Minute freistehend am aufmerksamen FSV-Schlussmann Ingo Arndt scheiterte (gehalten), kam in der 35. Minute auch noch doppeltes Pech dazu. Erst traf Niklas Gille nach einer Hereingabe von links nur den Pfosten. Wenige Sekunden später setzte Gregor Roth nach und traf ebenfalls nur den Pfosten (35.).

Das Auslassen dieser Großchancen sollte sich noch vor dem Seitenwechsel rächen. Obwohl die Salzwedeler die Variante kannten, waren sie am Ende dennoch machtlos. Franz Döhmann brachte einen Freistoß auf den kurzen Pfosten. Dort setzte sich Daniel Gross im direkten Duell durch und traf aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. Der SVE-Keeper Dennis Röhl war zwar noch am Ball, konnte aber nichts mehr ausrichten.

Abseits: Kein Treffer für die Eintracht

In den zweiten 45 Minuten war es den Gästen aus Salzwedel sofort anzumerken, dass sie das Spiel unbedingt drehen möchten. Von der Nervosität, die in der ersten Halbzeit noch in vielen Aktionen zu beobachten war, war nun nichts mehr zu sehen. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff lag der Ball dann auch im Tor der Tangermünder. Eine Hereingabe von Hannes Pietscher flog im Zentrum an Freund und Feind vorbei. Dahinter profitierte der junge Fabian Beck von der Situation, blieb vor dem FSV-Tor cool und netzte locker ein. Allerdings zählte das Tor aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung nicht. (Anmerkung der Redaktion: Die Abseitsstellung konnte durch ein Video von „Altmark Fußball“ wiederlegt werden.)

In der Folge wurde die Partie immer zerfahrener. Während die Gäste natürlich alles versuchten, beschränkten sich die Tangermünder immer mehr darauf die Zeit von der Uhr zu nehmen. Nachdem die Salzwedeler Luca Nowak (48./knapp vorbei) und Heuer (67./knapp vorbei) weiterhin glücklos blieben, ging es allmählich in die Schlussphase des Spiels. Weil die 09er natürlich langsam aufmachten, offenbarten sich logischer Weise Räume und somit Kontermöglichkeiten für Tangermünde.

Ausgleich kommt zu spät

Weil Röhl sowohl beim Abschluss von Janis Kämpfer, als auch beim Schuss aus spitzem Winkel von Lars Korte (77.) auf seinem Posten war, hielt er seine Mannschaft weiter im Spiel. Allerdings kam die Eintracht nur noch einmal wirklich zwingend vor das Tangermünder Tor. Julian Seehausen gewann zunächst das Kopfballduell, setzte dann zum Abschluss an und traf ansatzlos zum 1:1-Ausgleich. Allerdings fiel dieser Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit und damit viel zu spät. Nachdem der Unparteiische Stefan Dehmel wenige Sekunden später abpfiff, sanken die Salzwedeler Akteure größtenteils zu Boden, weshalb dem Trainerteam um Helge Kietzke nichts weiter übrig blieb, als die eigenen Spieler zu trösten.

Statistik

FSV Saxonia Tangermünde: Arndt - Döhmann, Wabbel, Bäther (72./Lockau), Wehrmann, Lenz, Kämpfer (87./Künnemann), Gross, Korte (90./Haddaja), Klitzing, Schulze.

SV Eintracht Salzwedel 09: Röhl - Seehausen, Pietscher (80./Plewe), Liestmann, Heuer, Kreitz, Roth, Schreiber (78./Michael), Gille, Beck, Nowak.

Torfolge: 1:0 Daniel Gross (42.), 1:1 Julian Seehausen (90.+5).

Schiedsrichter: Stefan Dehmel (Ziepel).

Zuschauer: 200.