Liesten l Trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses hielten die Gäste vor allem in der ersten Hälfte kräftig dagegen. Dabei machten die Liestener von Beginn an mächtig Druck.

Bereits in der zweiten Spielminute donnerte ein Volleyschuss aus der Distanz gegen den Potzehner Pfosten. Eine Minute später sprintete Steven Beck die rechte Seite herunter. Seine flache Hereingabe landete punktgenau bei Henning Schröder – 1:0. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit erspielte sich der SVL weitere Chancen. Dann ließ der Offensivdruck der Gastgeber etwas nach. Allerdings hatten die Liestener das Geschehen jederzeit unter Kontrolle.

Torefeuerwerk nach dem Seitenwechsel

Mit dem Wiederanpfiff lief die SVL-Tormaschine an. In der 47. Minute scheiterte zunächst Markus Krotki an Potzehnes Torwart René Daries. Der Abpraller landete bei Paul Langer, der die Kugel aus Nahdistanz versenkte. Markus Krotki, der den SV Liesten zum Saisonende verlässt, markierte in der 60. Minute seinen Abschiedstreffer. Steven Beck eroberte an der Torauslinie im Potzehner Strafraum den Ball und legte für Krotki auf. Aus Sicht der Grün-Weißen ein vermeidbares Gegentor. Zwei Minuten später erhöhte Stephan Benecke mit einem schönen Distanzschuss auf 4:0.

Nun verließ den aufopferungsvoll kämpfenden Potzehnern endgültig die Moral. Innerhalb weniger Sekunden legte sich Maik Krehl verbal mit dem Schiedsrichter an und foulte im Anschluss einen Liestener völlig überflüssig – Gelb-Rot.

Den fünften Treffer legte erneut Steven Beck auf. Sein Freistoß von der linken Seite fand Matthias Wiese, der den Ball per Kopf über die Linie drückte (70.). Dann applaudierten Spieler und Zuschauer lautstark. In der 78. Minute verließ Markus Krotki endgültig das Feld für den SV Liesten.

Seine Mitspieler setzten das Toreschießen fort. Ein Pass genauer erreichte Henning Schröder vor dem Strafraum. Der ging noch ein paar Meter nach vorne und schob souverän zum 6:0 ein. Mittlerweile stand Feldspieler Steven Beck im Tor und Keeper Jonathan Gehrke suchte seine roten Stutzen, um die letzten Minuten auf dem Feld kicken zu können.

Böhm trifft zum 7:0

In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Martin Böhm das wichtige 7:0. Wichtig, weil durch diesen Treffer der SVL in der Tabelle noch an Saxonia Tangermünde vorbeizog. Übrigens: Steven Beck blieb auch bei seinem zweiten Einsatz zwischen den Pfosten in dieser Saison ohne Gegentreffer.

„Die erste Halbzeit war nicht gut. Kein Tempo, keine Bewegung“, kritisierte Liestens Coach Michael Piotrowski. Seine Ansage in der Halbzeitpause zeigte aber Wirkung. „Ich hoffe, dass Potzehne in der nächsten Saison eine vernünftige Truppe zusammenbekommt. Es wäre schade, wenn sie es nicht packen“, hofft Piotrowski, dass es bei den Grün-Weißen trotz des Abstiegs weitergeht.

„Im Spiel nach vorne hatten wir es ganz schwer. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht, aus denen Tore resultierten“, schätzte Potzehnes Trainer Michael Friedrichs ein und sah in der Partie ein Spiegelbild der nun beendeten Spielzeit. „Unser Ziel ist es, kommende Saison am Start zu sein“, erklärte Friedrichs nach dem Abpfiff.

Statistik

SV Liesten 22: Gehrke - Hannes Glameyer, Beck, Henning Glameyer, Wiese, Schröder, Bresch, Krotki (78. Mangrapp), Benecke, Steckmann (46. Böhm), Langer.

SV Grün-Weiß Potzehne: Daries - Bröckel, Lippert, Klement, Schmundt, Putz, Peters, Schulze, Krehl, Wiegmann, Dubny.

Schiedsrichter: Norman Schütze.

Zuschauer: 100.

Torfolge: 1:0 Henning Schröder (3.), 2:0 Paul Langer (47.), 3:0 Markus Krotki (60.), 4:0 Stephan Benecke (62.), 5:0 Matthias Wiese (70.), 6:0 Henning Schröder (85.), 7:0 Martin Böhm (90.).