Liesten l Einen am Ende noch zittrigen, wenn auch aufgrund der ersten Hälfte durchaus verdienten, 3:2 (2:0)-Heimerfolg feierte der SV Liesten 22 am Donnerstagnachmittag auf heimsichem Geläuf im Nachholspiel der Fußball-Landesklasse 1 gegen den TuS Siegfried Wahrburg.

Dass es am Ende doch noch einmal so knapp und eng werden würde, erwartete gut 25 Minuten vor dem Ende kaum jemand der 126 Zuschauer. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber deutlich mit 3:0, hatten durch den agilen und brandgefährlichen Schmidt gerade die dicke Chance zum 4:0 ausgelassen, und Gegner und Ball vollkommen im Griff.

Hausherren machen es spannend

Doch dann erwachten die Wahrburger, kamen durch zwei Pitzner-Tore (70., 75.) auf 2:3 heran und hätten auch fast noch den Ausgleich erzielt. Doch die Liestener retteten das Ergebnis irgendwie über die Zeit.

Dieser Einbruch der Gastgeber war aber unerklärlich, denn von der ersten Minute an waren sie eindeutig Herr im eigenen Haus. Die Elf von Michael Piotrowski war spielerisch, kämpferisch und auch taktisch haushoch überlegen. Die Gäste aus Wahrburg dagegen bekamen in den ersten 45 Minuten kein Bein auf das gut gepflegte Grün.

Doch es dauerte, ehe der erste Treffer fiel. Der war aber gut herausgespielt. Am Ende bediente Benecke nach gut einer halben Stunde den freistehenden Schmidt, der keine Mühe hatte, zum 1:0 einzuschieben.

Liesten vor der Halbzeit wie aus einem Guss

Nur drei Minuten später war Schmidt wieder zur Stelle und stellte - am langen Pfosten völlig allein gelassen - auf 2:0 für den SVL. Der TuS blieb in dieser Phase so ziemlich alles schuldig und war weiterhin nur ein Schatten seiner selbst.

Den Pausenpfiff vom guten Schiri Thomas Wissel quittierte SVL-Coach Piotrowski mit zwei Klatschern in die Hände, obwohl sich seine Mannschaften nach dieser „Sahne-Halbzeit“ sicher auch gut und gerne stehende Ovationen verdient gehabt hätten.

Pitzner macht es spannend

Den scheinbaren Sargnagel setzte es für die Wahrburger dann gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Der SVL bekam einen Freistoß zugesprochen. Den brachte Filip Mateev zwar scharf auf das Tor, doch der Ball landete aber zunächst - so schien es zumindest - direkt bei Keeper Gebert. Der der ließ das Spielgerät durch die Hosenträger rutschen und zum 3:0 das SVL in die Maschen kullern. Der TuS war am Boden und schien geschlagen. Als dann Schmidt, der kaum zu halten war, wie bereits beschrieben in Minute 67 die große Möglichkeit zum 4:0 ausließ, gab es den Einbruch.

Fortan waren es nämlich die Gäste, die nun wie ausgewechselt schienen. Bezahlt machte sich auch die Umstellung. Zimmermann wurde weiter nach vorn beordert und Epiboli ersetzte Stave.

In Minute 70 bekam Pitzner das Leder genau in den Lauf gespielt, zog trocken mit links ab und vollendete zum 1:3.

Nun witterten die Gäste wieder Morgenluft, zumal beim SV Liesten mittlerweile Abstimmung, Ordnung und auch das Zeikampfverhalten - wie noch in Halbzeit eins vorhanden - fehlten.

Logische Folge war das 2:3 (75.) durch Pitzner. Der erlief - oder besser gesagt ersprintete - sich einen langen Ball und ließ SVL-Keeper Szczerbik keine Abwehrmöglichkeit.

Spannung bis zum Schlusspfiff

Und da noch eine Viertelstunde zu spielen war, sahen die Zuschauer nun wieder ein echtes und kein einseitiges Fußballspiel.

Werner (81.) per Freistoß und dann noch Epiboli (88./knapp vorbei) hatten dann für die Gäste noch die besten Möglichkeiten zum Ausgleich, doch mit zwei Wechseln und Dusel brachten die Liestener das Ergebnis nach Hause.

Statistik

Torfolge: 1:0, 2:0 Steffen Schmidt (32., 35.), 3:0 Filip Mateev (47.), 3:1, 3:2 Felix Pitzner (70., 75.).

Schiedsrichter: Thomas Wissel.

Zuschauer: 126.

Vorkommnisse: Keine.