Gardelegen l Der TSV 1919 Kusey hat das absolute Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga am Sonntag beim Rangzweiten SSV 80 Gardelegen knapp mit 4:3 (2:1) gewonnen und steht damit kurz vor dem Gewinn der Kreismeisterschaft. In der Nachspielzeit erzielte dabei Angreifer René Armgart den entscheidenden Treffer in dieser Partie.

Und um es vorwegzunehmen: Dieses Spitzen-Match hielt alles - aber auch wirklich alles - was es im Vorfeld versprach. Beide Teams boten das beste verfügbare Material auf, wobei die SSV-Reserve erneut von den Leihgaben der ersten Mannschaft profitierte.

Ligaprimus im Glück

Am Ende hatten die Kuseyer aber das Quäntchen Glück und natürlich auch die offensive Qualität mit Julien Schulz und René Armgart auf ihrer Seite. Beide erzielten nämlich einen Doppelpack und waren somit maßgeblich am Auswärtserfolg und einhergehend mit der Vorentscheidung im Meisterkampf beteiligt.

Der Vorsprung der Kuseyer beträgt nunmehr fünf Punkt bei noch drei zu absolvierenden Partien. „Das war‘s noch nicht. Ich bin mir sicher, einen Sieg brauchen wir noch. Diesen wollen wir am nächsten Spieltag zu Hause gegen Kuhfelde holen“, so TSV-Coach Klaus Steckhan nach der Partie. Natürlich hatte der nach Spielende nur damit zu tun, seine Spieler zu umarmen und mit den zahlreich mitgereisten Fans zu jubeln.

Auf der anderen Seite spürte man nicht nur pure Enttäuschung, sondern irgendwie auch Gewissheit, dass der Meisterzug wohl endgültig abgefahren ist. „Naja, ich denke das war‘s wohl. Aber die Meisterschaft haben wir nicht unbedingt im Gipfeltreffen verspielt“, so die klaren Worte von SSV-Trainer Oliver Pabst nach dem Match.

Kusey geht in Führung

In den 94 Minuten zuvor sahen die Trainer und natürlich auch die knapp 200 Zuschauer ein echtes Spitzenspiel mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten. Den Torreigen eröffnete Armgart nach einer halben Stunde mit dem 1:0 für Kusey. Der SSV antwortete mit Simon Bache (36.) und dem 1:1 fast postwendend, doch noch vor der Pause brachte Schulz die „Blauen“ wieder in Front.

Auch nach dem Wechsel blieb es ein spannendes und offenes Duell, das wirklich viel zu bieten hatte. „Ich denke, es war ein sehr gutes Kreisoberligaspiel. Wichtig war auch für mich, dass alles ruhig abgelaufen ist und ich ein tolles Gespann mit an der Linie hatte“, so der Unparteiische Torsten Felkel nach dem Spiel.

In Halbzeit zwei glichen die Gardelegener - diesmal war Tim Zausch (67.) zur Stelle - erneut aus, mussten aber wieder den Rückstand hinnehmen. Schulz gewann das Laufduell gegen Preuß und konnte vor dem herauseilenden Keeper Lemme einnicken - 2:3 (70.).

SSV gleicht aus

In der Folge verpassten es die Kuseyer aber, das 4:2 zu erzielen. Armgart und Schulz scheiterten gleich hintereinander. So kam aber der SSV nocheinmal zurück. Scheinert zirkelte einen Freistoß (86.) mustergültig in die Maschen.

Armgart trifft in der letzten Minute

In der Nachspielzeit, der SSV warf schon alles nach vorn, war wieder Armgart da und vollendete zum 4:3-Endstand. Danach verschwand der Torschütze im TSV-Fanblock. Ohne Trikot, mit Bier bekippt aber überglücklich verließ er ihn wenig später wieder.

Torfolge: 0:1 René Armgart (30.), 1:1 Simon Bache (36.), 1:2 Julien Schulz (41.), 2:2 Tim Zausch (67.), 2:3 Julien Schulz (70.), 3:3 Florian Scheinert (86.), 3:4 René Armgart (90.+3).

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel).