Diesdorf l Doch es kam am Sonnabend anders als erhofft, so dass sich das Hoffen und Bangen fortsetzt. Nach dem 24:30 (11:13) im vorverlegten Duell gegen den TuS Magdeburg-Neustadt II stehen die Schützlinge von Christian Tegge und Sigurd Lüchow nun bei 12:20 Zählern und liegen nur noch einen Pluspunkt vor dem direkten Konkurrenten von der Elbe, den sie gern auf Distanz gehalten hätten.

Es kommt womöglich nicht allzu häufig vor, dass der DSV als Favorit in eine Partie geht. Diesmal allerdings sprachen einige Faktoren für die Westaltmärker. Zum einen die Tabellensituation, zum anderen aber auch eine etwas entspanntere personelle Lage im Vergleich zur Woche zuvor und dazu auch noch der deutliche 34:27-Hinspielsieg in der Landeshauptstadt.

Nach gutem Start folgt Ernüchterung

Das Duell lief auch ganz nach den Wünschen der Platzherren an. David Vierke und Tim Gromeier sorgten mit ihren jeweiligen Doppelpacks für einen klaren 4:0-Vorsprung nach nicht einmal sechs Minuten. Warum es die Diesdorfer danach in der Offensive derart schleifen ließen, bleibt wohl ein Betriebsgeheimnis. Zu viele Bälle wurden leichtfertig hergeschenkt, Magdeburg-Neustadt konterte die Hallenherren immer wieder aus und war zwischen der neunten und 22. Minute neunmal erfolgreich. In diesem Zeitraum gelang den Diesdorfern hingegen kein einziger Treffer, wodurch es auf einmal 11:5 zugunsten der Gäste hieß. Diese schienen sich nun selbst eine kleine „Auszeit“ zu nehmen. Zweimal Vierke, Gromeier und Philipp Bromme brachten Diesdorf immerhin wieder auf 9:11 (25.) heran. Ihr Zwei-Tore-Polster retteten die Magdeburger dann aber in die Pause (13:11).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts erlaubten sich die Diesdorfer, die sich eigentlich so viel vorgenommen hatten, erneut zu viele Fehlwürfe und Ballverluste. Das nutzte die TuS-Reserve und zog mit vier Treffern in Serie bis zur 36. Minute wieder auf 18:12 davon.

Erneute Aufholjagd bleibt aus

Auch wenn Gromeier und Bromme in der Folge zweimal erfolgreich (14:18/38.) waren, sollte eine erneute DSV-Aufholjagd ausbleiben. Die Magdeburger lösten es in der Schlussphase clever, holten zahlreiche Siebenmeter heraus und konnten sich auch dadurch wieder auf 21:15 (41.) absetzen.

Als es nach etwas mehr als 47 Minuten dann sogar acht Tore Vorsprung (25:17) für die Gäste waren, konnte man bereits von einer Vorentscheidung sprechen. Näher als auf fünf Treffer – Tim Gromeier und Eric Scholz hatten zweimal in Folge zum 22:27 (56.) getroffen – kam die Tegge/Lüchow-Sieben nicht mehr heran und musste sich am Ende mit 24:30 geschlagen geben. Statt des erhofften Befreiungs- gegen einen Mitkonkurrenten gab es für den Diesdorfer SV also einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Diesdorfer SV: Fischer, Böttcher - Bromme (7 Tore), Scholz (1), Vierke (6), Straßenburg, Herz (1), A. Schulze, T. Gromeier (6), Wohlgemuth, Feldmann, Lüders, Lahmann (3).

TuS Magdeburg-Neustadt II: T. M. Schulze - Magalowski (5), Thiem (1), Hoppe (2), Patzschke (2), Lingner (8), Hoffmann (3), Lück (3), Dietze (1), Gottschalk, Schaarschmidt (5).