Salzwedel l Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus wurde die Aussetzung des Spielbetriebes im Handballverband von Sachsen-Anhalt (HVSA) sowie des Mitteldeutschen Handballverbandes (MHV) bis auf den 19. April ausgedehnt.

HVSA verlängert Aussetzung

Während der MHV den 19. April schon länger auf der Agenda hatte, zog in dieser Woche der HVSA, der den Spielbetrieb bislang bis zum 29. März aussetzen wollte, nun nach.

„Nach der am Dienstag von der Landesregierung von Sachsen-Anhalt erlassenen Verordnung, welche am Mittwoch in Kraft trat, verlängert der HVSA mindestens bis einschließlich 19. April die Aussetzung des Spielbetriebes auf allen Ebenen. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes hängt von der aktuellen Situation rund um die Corona-Pandemie ab.

Das Präsidium des HVSA berät aktuell, wie die Folgen des Spielbetriebes und auch der geplanten Verbandsveranstaltungen aussehen können und wird sich dazu auch mit den entsprechenden Ressortverantwortlichen beraten“, informierte Stefan Schneider vom HVSA-Präsidium. Abgesetzt hat der HVSA bis zum 19. April ebenfalls Auswahlmaßnahmen, wie Stützpunkttraining, Lehrgänge und Turniere.

Entscheidung vom DHB steht aus

Entscheidend wird jedoch sein, welche Maßnahmen der Deutsche Handballbund (DHB) einleitet. So ist der Mitteldeutsche Verband daher momentan nicht in der Lage, was natürlich verständlich ist, konkrete Aussagen zu treffen. „Anfragen zur Auf- und Abstiegsregelung können wir für den Fall, dass die Saison durch den DHB als beendet erklärt wird, derzeit nicht beantworten. Hierzu müssen wir die Aussagen der Arbeitsgrupppe des DHB (Spieltechnische Konsequenzen) abwarten“, erklärte die Arbeitsgruppe Spieltechnik des MHV.

Abwarten heißt es daher auch für die Mitteldeutschen Oberliga-Männer des SV Oebisfelde. Die hatten, bevor das Virus richtig zuschlug, mit Blick auf den Klassenerhalt einen kleinen Lauf gestartet. Sie bezwangen am 1. März in eigener Halle die SG Pirna/Heidenau mit 26:22 und siegten eine Woche später bei der HG Köthen souverän mit 32:19.

Am kommenden Sonnabend hätten die Allerstädter den NHV Concordia Delitzsch erwartet. Doch diese Begegnung fällt ebenso aus, wie die nachfolgenden Spiele am 28. März beim HC Aschersleben und am 18. April in heimischer Hans-Pickert-Halle gegen den HC Einheit Plauen.

Sollte nach dem 19. April dann wieder gespielt werden, müssten die SVO-Männer um ihren Trainer Christian Herrmann am 25. April beim HSV Apolda antreten.

SVO-Teammanager hat Verständnis

„Dass die Saison unterbrochen wurde, ist natürlich ärgerlich. Denn wir sind gerade wieder gut in Tritt gekommen. Doch an der Entscheidung, die meiner Meinung richtig ist, gibt es nicht zu rütteln. Alle müssen mit der Situation klar kommen und das Beste daraus machen“, sagte SVO-Teammanager Florian Seiler und merkte an: „Falls nach dem 19. April wieder gespielt werden sollte, stehen wir allerdings vor einem Problem. Denn wir können nicht trainieren. Zumindest nicht in der Halle. Die wurde von der Kommune bis zum 30. April für jeglichen Sportbetrieb gesperrt. Unsere Jungs halten sich derzeit individuell fit. Sollte jedoch der Neustart erfolgen, müssten wir mindestens zwei bis drei Wochen zusammen trainieren, um eine anständige Vorbereitung auf die Beine stellen zu können. Vielleicht kommen wir mit der Kommune auf einen Nenner.“

Natürlich hoffen alle Handball-Anhänger, dass die Saison sportlich beendet werden kann. „Wenn wir wieder zeitnah starten sollten, sehe ich keine Schwierigkeiten mit den anstehenden Nachholspielen. Offiziell sollte die Saison am 2. Mai beendet werden. Doch wir haben genug Luft nach hinten. Beim Fußball ist die Lage diesbezüglich viel prekärer“, so Florian Seiler weiter.

Er und alle Verantwortlichen, Akteure, ob weiblich oder männlich, sowie Fans wissen aber auch, dass nach derzeitigem Stand die vorzeitige Beendigung der Saison in allen Ligen droht.