Salzwedel l Nach dem Auswärtssieg beim HV Lüneburg II, trotzten die Salzwedel-Lüchower in der BbS-Halle dem Tabellendritten SG Luhdorf/Scharmbeck beim 27:27 (11:14) einen Punkt ab.

Gegen den klaren Favoriten spielten die Gastgeber zu Beginn auf Augenhöhe, konnten sogar anfänglich im Führung gehen. Mit fortschreitendem Verlauf der ersten Halbzeit wurden die Angriffe ungenauer und die Abwehr durchlässiger. Dadurch konnten sich die schnell spielenden Gäste ein etwas größeres Polster herauswerfen (7:12). Mit einem Kraftakt vor der Pause konnte der Rückstand dann aber mit 11:14 in Grenzen gehalten werden.

Wölfe drehen Fünf-Tore-Rückstand

„In der Pause wurde nochmal an die Leistung in Lüneburg erinnert. Dass es nur zusammen geht und keiner auf eigene Faust das Spiel entscheiden muss“, erklärt Spieler Björn Drangmeister. Trotz dieser Ansage kamen die Gäste besser ins Spiel. Mit hohem Tempo wollten sie früh das Spiel entscheiden. So konnten sie auch bis zum 15:20 eine komfortable Führung behaupten. Ab da wurde in der Wolfsrudel-Abwehr beherzter verteidigt. Im Angriff wurden mit viel Zug zum Tor immer wieder die Außenspieler freigespielt oder Strafwürfe herausgeholt, die erfolgreich genutzt wurden.

Langsam schmolz der Rückstand und kurz vor Schluss konnten die Handballfreunde Altmark-Wendland sogar in Führung gehen (26:26). Der letzte Angriff der Salzwedel-Lüchower nach dem Ausgleich der Gäste zwölf Sekunden vor Schluss brachte nichts mehr ein.

Remis ist wie ein Erfolg

„Aber die Frage ‚Punkt gewonnenen oder verloren‘ stellt sich auf keinen Fall. Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft dem Publikum präsentiert hat, war ein Gewinn und das Unentschieden gegen den Favoriten ein Überraschungserfolg, der auch von den Zuschauern entsprechend gewürdigt wurde“, unterstreicht Björn Drangmeister.

Statistik

Handballfreunde Altmark-Wendland: Sven Schulze, Julian Arnold - Niklas Klocke (2), Julius Hartmann (5), Daniel Kolley, Patrick Zunder (5), Michael Schulze (1), Martin Kersten (3), Gustav Gercke (6/4), Björn Drangmeister, Jeffrey Reichardt, Karsten Jana (5/3)

Strafzeiten: 5

Siebenmeter: 7/8