Oebisfelde l Denn in heimischer Hans-Pickert-Halle kassierte die Formation von Trainer Christian Herrmann gegen die Universitätshandballer aus Halle eine 28:29 (19:19)-Niederlage.

Die umkämpfte Begegnung stand bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide. Dabei drehten die Gäste einen 24:26-Rücksstand (52.) in eine 28:27-Führung (58.) um. Dann besaß der SVO in Person von Tim Schroeter die Chance zum Ausgleich (59.). Der Rückraum-Kanonier kam völlig frei aus sechs Metern zum Abschluss, doch sein Geschoss landete leider am Pfosten. Im Gegenzug machten die Hallenser durch Julius Conrad zum 29:27 (60.) dann alles klar. Der 28:29-Anschluss von Tim Schroeter fiel 13 Sekunden vor Ultimo und bedeutete nur noch Ergebniskorrektur. Die vierte Niederlage in Folge war besiegelt.

Enttäuschung über Niederlage groß

Bei den Gastgebern und ihrem treuen Anhang war die Enttäuschung natürlich groß. Schließlich hatte sich die Herrmann-Truppe einen Sieg, der auch möglich war, auf die Fahne geschrieben. Doch das Spiel der Allerstädtern war zu unkonstant. So sah es auch der Übungsleiter. „Wir machen erneut ein gutes Spiel, doch belohnen uns nicht. In der ersten Halbzeit haben wir im Angriff gut gearbeitet. 19 Tore sind schon eine Hausmarke. Doch in der Abwehr waren wir zu instabil. Im zweiten Durchgang war es genau umgekehrt.

Dank einer hervorragenden Leistung von Manuel Weis im Tor gewannen wir in der Defensive an Stabilität. Nun haperte es aber im Angriff. Nur noch neun Treffer sprechen für sich“, kommentierte Christian Herrmann und ergänzte: „Das Wichtigste ist jetzt, dass wir alle aus diesem Spiel unsere Lehren ziehen. Wir müssen weiter an uns glauben. Dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“

Kritik an den Schiedsrichtern

Für den SVO-Trainer gab es aber noch einen anderen Grund, warum es mit dem dritten Saisondreier nicht klappte: Die Leistung der Unparteiischen.

„Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte für die letzten fünf Minuten. Das lag jedoch nicht an meinen Jungs. Meiner Meinung nach wurden wir von den Schiris speziell in der Schlussphase benachteiligt. Es kam zu Entscheidungen, die nicht nur ich nicht nachvollziehen konnte. Letztendlich war das meiner Ansicht nach mit spielentscheidend. Sie hätten sich nicht einmischen sollen“, kritisierte der Oebisfelder Übungsleiter den Auftritt des Schiri-Gespannes.

In der Tabelle sind die Allerstädter mit nun 4:8 Punkten auf die elfte Position abgerutscht. Hinter dem SVO sind noch die HSG Freiberg, der HC Aschersleben sowie der HBV Jena platziert.

Am kommenden Sonnabend geht es für die Herrmann- Truppe in Richtung Sachsen. Im Nachbarland wird sie von der spielstarken SG Pirna-Heidenau erwartet. Los geht es um 19.30 Uhr.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - P. Schliephake (4), Koitek (3/1), Meinel (5), Vogel (3), Kalupke (3), Heidler, Koch, Schroeter (5), Kleist (1/1), D. Schliephake, Sauer (1), Meichsner (3).

Siebenmeter: 3/2;

Zeitstrafen: 5.

USV Halle: Flemming, Feger - Wagner, Kosak (1), Heyer (6), S. Behrends (3), Haase (3), N. Behrends (4), Sogalla (1), Gruszka (1), Czycholl, Conrad (6), Thiele (4/2), Nikisch.

Siebenmeter: 3/2;

Zeitstrafen: 2.