Oebisfelde l Denn in eigener Halle mussten sich die Damen von der Aller der ebenfalls in den Abstiegskampf verwickelten Handballgemeinschaft (HG) Köthen mit 22:24 (12:12) geschlagen geben.

Nach der zweiten Niederlage in Folge ist die Lage für die Oebisfelderinnen zwar noch nicht prekär, doch einfach ist sie mit 9:19 Punkten und Tabellenrang neun auch nicht. Der Landsberger HV, der ein Spiel weniger ausgetragen hat als der SVO, steht mit 4:22 Zählern auf dem elften Platz und damit auf dem ersten Abstiegsrang. Als Absteiger fest steht bereits der HC Salzland, da sich die Mannschaft kurz vor Weihnachten aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat.

Trainer macht Probleme in der Offensive aus

„Wir haben es leider verpasst, den Abstand zum Landsberger SV zu vergrößern. Das ist schade. Doch unsere Schwächen im Angriff, speziell beim Abschluss, waren einfach zu gravierend und spielten Köthen in die Hände“, informierte Trainer Christian Herrmann, der die SVO-Vertretung am Sonntag erneut betreute.

Was seiner Mannschaft beim Abschluss abhanden kam, versuchte sie mit Einsatz auszugleichen. Zunächst auch mit Erfolg. So konnte der SVO nach 1:4-Rückstand in Minute fünf trotz Unterzahl zum 4:4 ausgleichen. Lena Witzke, Alina Müller und Kreisläuferin Beatrice Franke besorgten die Treffer. Unentschieden (6:6)stand es auch in der zölften Minute. Dann gesetzten sich die Gäste erneut ab. Diesmal auf zwei Treffer (8:6). Doch der Konter der Gastgeberinnen folgte erneut.

Remis zur Pause

Während Paula Gerlach vom Punkte zum 7:8 traf, netzte Linkshänderin Sina Beneke zum 8:8 ein (19.). Dem SVO gelang dann sogar die erste Führung durch Paula Gerlach. Sie markierte das 9:8 (21.). Die Führung konnte dann, nach dem Köthen zum 9:9 (22.) getroffen hatte, auf zwei Tore (11:9/26.) ausgebaut werden. Lena Witzke und Annika Brosig zeichneten dafür verantwortlich. Beeindruckt zeigte sich die HG jedoch nicht, sondern sie blieb dran. Ergebnis: Köthens Anne Baier besorgte per Siebenmeter den 12:12-Pausenstand.

Nach Wiederanpfiff agierten die SVOlerinnen im Angriff dann ziemlich nervös. Die Nervosität übertrug sich auch auf den Abschluss. Das nutzten die Gäste geschickt und vor allem konsequent. So lagen sie in der 35. Minute plötzlich mit drei Toren (15:12) vorn.

Rückstand kann reduziert werden

Doch wie erwähnt, beim SVO stimmte die Einstellung, so dass der Rückstand, der in Minute 49 sogar vier Treffer betrug (15:19), reduziert werden konnte. Denn Lena Witzke, Elisa Wagner und Paula Gerlach führten ihre Farben wieder heran (18:19/52.).

Doch der erhoffte Schritt zum Gleichstand oder gar zur Führung gelang der Herrmann-Formation leider nicht. Auch nicht nach dem erneuten Anschluss von Lena Witzke zum 21:22, den sie vier Minuten vor Ultimo markierte. Denn anschließend kassierte die Torjägerin ihre zweite Zeitstrafe. Die HG konnte daher in Überzahl, die starke Anne Baier traf per Dopplschlag zum 24:21 (60.), alles klar machen.

Statistik

SV Oebisfelde: Hübe, N. Gerlach, Grosche - M. Langbartels, H. Langbartels, Brosig (1), Dietz (1), P. Gerlach (5/33), Müller (1), Linhardt (1), Franke (2), Wagner (3), Beneke (1), Witzke (7/2).

Siebenmeter: 6/5;

Zeitstrafen: 2.