Oebisfelde l Das Geschehen in der Nordliga spielte und spielt für die B- und C-Mädchen des SV Oebisfelde in der unterbrochenen Saison nicht unbedingt die übergeordnete Rolle. Hauptaugenmerk war für beide Teams der Kampf um die Landesmeisterschaft. Und den meisterten beide Formationen mit dem Gewinn der Landestitel mit absoluter Bravour.

Nachwuchsarbeit trägt Früchte

Dazu Steffi Müller, Leiterin der SVO-Handballsparte: „Für mich sind die beiden Titel eine Art Krönung. Gekrönt wurde damit unsere seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit mit dem Nachwuchs. Ein Dankeschön geht nicht nur an die Mannschaften mit ihren Trainern, sondern auch an die Eltern. Viele von ihnen unterstützen uns, ebenso wie unsere Sponsoren, in vielfältiger Weise.“

B-Juniorinnen

Titel Nummer eins feierten zuerst die B-Mädchen. Mit makelloser Weste (14:0 Punke) holten sie die Landesmeisterschaft an die Aller. „Von Vorteil war natürlich, dass wir gegen unsere Hauptkontrahenten Union Halle-Neustadt und dem TSV Niederndodeleben in eigener Halle spielen konnten“, erklärte Trainer Thomas Meinel, der die Mannschaft zusammen mit seinem Co Alex Keller erst vor Saisonbeginn übernommen hatte.

Bilder

Dabei lieferte die SVO-Sieben gleich in ihrem ersten Spiel gegen Halle-Neustadt eine ganz starke Leistung ab. Mit 24:14 wurden die Unionerinnen bezwungen. Auch der andere Titelaspirant Niederndodeleben hatte in der Hans-Pickert-Halle keine Chance. Der TSV wurde im dritten Meisterschaftsspiel mit einer 16:22-Niederlage auf die Heimreise geschickt. In beiden Spielen agierte die Meinel-Sieben dabei vor allem in der Abwehr sehr konzentriert. „Unsere gute Defensive war nicht nur der Grundstein für die Siege gegen Halle und Niederndodeleben, sondern letztendlich für die Meisterschaft“, schätzte Thomas Meinel ein.

Da sich seine Schützlinge auch in den anderen Spielen keine Blöße gaben, konnten sie bereits vor dem letzten Auftritt gegen den HBC Wittenberg (31:14) den Titel feiern.

Mit dem Gewinn des Titels qualifizierten sich die Oebisfelderinnen, wie auch der Rangzweite Halle-Neustadt, für eine von zwei Vorrunde zur Mitteldeutschen Meisterschaft. Vorrunde Nummer eins wurde dabei am 8. März in Oebisfelde ausgespielt.

Final-Four Turnier noch offen

Der SVO siegte gegen den 1. SSV Saalfeld, Vizemeister von Thüringen, mit 27:12, bekam dann aber im zweiten Spiel gegen Sachsen-Meister HC Leipzig seine Grenzen aufgezeigt. Klar mit 36:17 setzten sich die Sportschülerinnen aus Leipzig durch. Aber der SVO hatte sich für die Mitteldeutsche Meisterschaft qualifiziert.

Diese sollte dann eigentlich mit dem SVO, der SG Rödertal/Radeberg (Sachsen), dem Thüringer HC und dem HC Leipzig Ende März steigen, doch aufgrund von Corona kam das Stoppzeichen. Ob das sogenannte „Final Four“ noch gespielt wird, ist zu bezweifeln.

C-Juniorinnen

Durch Corona gestoppt wurden auch die weiteren Ambitionen der C-Mädchen des SVO. Die Formation von Trainer Frank Schulz und seiner Mitstreiterin Steffi Mülller, allerdings nicht die Spartenleiterin, marschierte ebenso wie die B-Jugend mit weißer Weste durch den Titelkampf.

Ihre Meisterstücke lieferten sie dabei in den Heimspielen gegen Halle-Neustadt (25:24) und dem alten Kontrahenten HSV Magdeburg (22:21) ab.

In Erinnerung wird vor allem die Partie gegen die Magdeburgerinnen bleiben. Denn nach Schluss-Sirene gelang Lana Kalupke mit einen spektakulärem Neunmeter-Freiwurf der Siegtreffer. Immens wichtig war aber auch der 24:22-Erfolg beim Barleber HC.

Handball ist zwar ein Mannschaftssport, doch in diesem Fall müssen vier Mädchen einmal besonders erwähnt werden - Chiara Göhler, Fenja Müller, Stella Schwerdtfeger und Lana Kalupke. Sie bilden nicht nur das Gerüst der C-Jugend, sondern auch das der B-Jugend. Ohne ihren Einsatz wären beide Titel nicht möglich gewesen.