Oebisfelde l Der Reserve des SV Oebisfelde II ist am Sonnabend in heimischer Hans-Pickert-Halle der erhoffte Sprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz in der Verbandsliga Nord nicht gelungen. Grund: Die Nachholpartie gegen den Post SV Magdeburg mussten die Allerstädter mit 25:31 (12:14) verloren geben. Der SVO bleibt damit auf dem vorletzten Rang hängen.

Um es sofort auf den Punkt zubringen: Die Oebisfelder sind gegen einen nicht übermächtigen Tabellenvierten, dank des Sieges sind die Postler am Sonnabend auf Position drei vorgerückt, an sich selbst gescheitert. Denn was die Schützlinge von Trainer Tobias Stefani vor allem im ersten Abschnitt an Möglichkeiten ausließen, ging über die oft zitierte Kuhhaut.

SVO nutzt die Chancen nicht

Die SVO-Männer standen mehrmals knochenfrei, einschließlich Siebenmeter, vor dem Post-Gehäuse und scheiterten. Entweder am starken Gäste-Schlussmann Marc Preuß oder an ihren eigenen Nerven. Die erfahrenen Elbestädter, die im Prinzip nur ihren Stiefel herunterspielten, konnten daher mit Blick auf das Resultat der Partie ihren Stempel aufdrücken. Denn in der 23. Minute erhöhte Marvin Frank vom Punkt auf 12:7.

SVO beißt sich in die Partie

Was bei den Oebisfeldern allerdings stimmte, war die Einstellung. Deutlich wurde das nach dem 7:12. Plötzlich lief es. Die SVO-Männer schwangen sich zu ihrer besten Phase auf. Til-Bjosse Hack und Damian Klappoth (2) verkürzten auf 10:12 (26.). Post nahm die Auszeit. Umsonst. Die Stefani-Sieben blieb am Drücker und legte durch Alex Keller und Nils Oraschewski zum 12:12-Ausgleich (29.) nach.

Doch so plötzlich wie der Aufschwung kam, verschwand er wieder. Durch eigenes verschulden. Karl Breiteneder und Til-Bjosse Hack kassierten noch in der letzten Minute vor der Pause völlig überflüssige Zeitstrafen. Post nutzte die doppelte Überzahl clever. Simon Fischer und Norman Aye netzten zur 14:12-Pausenführung für die Magdeburger ein, während Attila-Hamza Demir kurz nach dem Wechsel das Ergebnis auf 15:12 für Post stellte.

An diesem Drei-Tore-Rückstand sollte sich der SVO letztendlich die Zähne ausbeißen. Er konnte nicht reduziert werden. Mehr als auf zwei Treffer, letztmalig in der 36. Minute, Felix Kleist hatte zum 15:17 getroffen, kamen die Oebisfelder nicht heran.

Knapp 15 Minuten vor Ultimo, Marvin Frank und Jeffrey Hagemann hatten per Doppelschlag den Post-Vorsprung auf sieben Treffer ausgebaut (17:24), drohte dem SVO sogar eine richtig deftige Heimschlappe. Die konnte aber, weil sich die Mannschaft noch einmal halbwegs zusammenriss, vermieden werden.

Statistik

SV Oebisfelde II: Wehr, Köhler - P. Breiteneder (1), T.-B. Hack (1), Thiele (3/1), Meinke (2/1/60. Rote Karte), Oraschewski (5), Schlüter, Keller (3), K. Breiteneder (1), Kleist (7/2), Klappoth (2).

Siebenmeter: 7/4;

Zeitstrafen: 5.