Letzlingen l Nach der Knaller-Saison 2017 und dem Sieg der LVMX-Serie konzentriert sich das Seitenwagen-Cross Team um Eddie Janecke und Gordon Bothur in diesem Jahr auf die Punktejagd in der Internationalen Deutschen Meisterschaft.

Neues Triebwerk

Mit neuem Gefährt von der holländischen Firma WSP und dem neuen bärenstarken Triebwerk MEGA SC 750 der Firma RÜBIG aus Österreich ging es am frostigen Osterwochenende nach Hänchen (Cottbus) zum ersten Meisterschaftslauf.

Nach einem Raketenstart auf Platz zwei liegend kam es im weiteren Verlauf des Rennens im mittlerweile knietiefen Sand zu einem Crash. Beim Versuch des Überrundens eines vor den Jungs fahrenden Gespann wechselte dieses uhrplötzlich in die Spur von Janecke, dabei verhakten sich beide Gespanne, und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis das Gespann mit der Startnummer 23 wieder Fahrt aufnehmen konnte. Am Ende reichte es noch für den zehnten Platz.

Verbesserung im zweiten Lauf

Der zweite Lauf lief dann besser für die beiden Letzlinger. Nachdem die Strecke nun eher einer Mondlanschaft ähnelte, kamen beide sehr guten siebten Platz ins Ziel, und damit in der Tageswertung auf Gesamtplatz acht an.

Und so ging es Ende April zum zweiten Lauf der Meisterschaft ins hessische Aufenau/Wächtersbach.

Im ersten Lauf gab es einen Rennabruch wegen eines Unfalls in der ersten Hälfte. Janecke/Bothur wurden auf Platz fünf gewertet.

Im zweiten Rennlauf stand nach schwerem Kampf ein achter Platz für die beiden zu Buche, der die ersten wertvollen Punkte in der Meisterschaft brachte.

Teams mit viel Erfahrung

Die Leistung der Rookies ist umso höher einzustufen, wenn man sich das Starterfeld der Deutschen Meisterschaft anschaut. Dort präsentieren sich nämlich Teams aus Belgien, Holland, Österreich und der Schweiz, die alle samt auch seit Jahren in der Weltmeisterschaft ganz vorn mitfahren.

Am 1. Mai ging es ins Mekka des Seitenwagen-Crosssports nach Wriezen. Wriezen ist ein riesiger „Buddelkasten für große Jungs“ mit einer Strecklänge von 3000 Meter und nicht endenden knietiefen Spurrinnen und Sandlöchern.

Das Startgatter fiel, Janecke lies den MEGA aufbrüllen und schoss mit Gordon Bothur in die erste Kurve. Das Gespann wurde etwas unsanft eingeklemmt und an den rechten Rand der Strecke gedrückt. Die beiden fanden sich auf Platz elf wieder.

bestes deutsches Team

„Team 23“ pflügte danach unter den Anfeuerungsrufen der vielen Fans durch den Sand von Wriezen und kam am Ende mit fast leerem Tank tatsächlich als bestes deutsches Team nach 30 Minuten auf einem hervorragendem vierten Platz ins Ziel.

Zweiter Lauf, gleiches Szenarium. Aber: Eddie und Gordon hatten die besseren Nerven. Platz zwei hieß es nach der Startkurve, die Gesichter der WM-Fahrer muss man wohl nicht beschreiben. Am Ende gab es bei sommerlichen Temperaturen und harten Einsatz einen hochkarätigen fünften Platz.

Der Dank gilt dem gesamten Team und auch den Unterstützern und allen Motorsportinfizierten.