Salzwedel l Die Resonanz blieb in etwa gleich, das Niveau auch. Doch einen großen Unterschied gab es im Vergleich zu 2017 – nämlich das Wetter. Während der Reitverein (RV) Reitstadion Salzwedel 2017 mit starken Regenfällen zu kämpfen hatte, durfte er sich bei der vierten Auflage des Reit- und Springturniers über herrlichen Sonnenschein und äußerst warme Temperaturen freuen. Diese lockten insgesamt 325 Reiterinnen und Reiter mit 580 Pferden in die Jeetzestadt.

905 Startplätze vergeben

Ganze 905 Startplätze waren vergeben. Eine stolze Zahl, wenn man mal bedenkt, dass es in Salzwedel über viele Jahre hinweg keinen Reitsport gab und erst dank der Arbeit von Leuten wie Reitstadion-Inhaberin Carolin Hornkohl wieder ein neuer Verein aufgebaut wurde. „Wir stoßen nun schon an unsere Grenzen. Viel mehr Starter hätten wir gar nicht unterbekommen. Wir haben uns diesmal bereits im Vorfeld dazu entschieden, auf zweieinhalb Tage zu gehen, damit es nicht zu stressig wird“, war Hornkohl überwältigt.

Auch sie konnte sich nicht nur von außerhalb ein Bild von den tollen Gegebenheiten auf dem Spring- und Dressurplatz machen, sondern beteiligte sich auch selbst am Turnier. In der Dressurprüfung der Klasse A für vier- bis sechsjährige Pferde sicherte sich die Lokalmatadorin auf Dramaturg mit einer Wertnote von 7,30 einen guten zweiten Platz. Auch dies zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht.

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20 Prüfungen reichen

Im Vergleich zum Jahr 2017 musste der RV Reitstadion aber etwas umbauen. Zwei Dressurprüfungen und ein E-Springen verschwanden aus der Ausschreibung. „20 Prüfungen reichen aus. Wir wollen vor allem dem Nachwuchs etwas bieten, denn das lockt auch viele Zuschauer an“, verriet Hornkohl.

Da das Turnier aus ihrer Sicht „gut angenommen“ wird, soll die fünfte Auflage in 2019 mit einem ähnlichen Programm über die Bühne gehen. Natürlich hofft man in Salzwedel dann auch wieder auf tatkräftige Unterstützung des Helferteams sowie der Sponsoren. Ohne sie – davon kann auch jeder andere Verein in der Altmark ein Lied singen – ist so ein großes Turnier nicht auf die Beine zu stellen.

Altmärker vorn mit dabei

Rein sportlich konnten sich auch die Altmärker oft weit vorne platzieren. Beispielsweise in den A-Springen gab es aus Sicht der Lokalmatadoren gute Ergebnisse zu verzeichnen. Alina Konradt vom gastgebenden Verein sicherte sich auf Bonny M (8,20) den Sieg in der Stilspringprüfung der Klasse A* (2. Abteilung) – übrigens vor dem Kunrauer Hannes Schwarz auf Dartagon. Dagegen triumphierte Kunraus Anja Haeweker auf Laxness in der ersten Abteilung der Punktespringprüfung der Klasse A** mit Joker.

Auch in der zweiten Abteilung der Punktespringprüfung der Klasse A** mit Joker war unsere Region stark unterwegs. Die Breitenroderin Julia Kunz siegte auf Alisha vor Marie-Sophie Feniuk (Kunrau) und Marie Lohse (Buch). In der Dressur gab es in der Klasse A** für Johanna Pauline Kunze vom RFV Klötze Grund zum Jubeln, denn sie setzte sich auf Blänsch H (7,5) an die Spitze des Feldes. Bei den Allerjüngsten im Führzügel-Wettbewerb standen am Ende drei Westaltmärkerinnen in der Gesamtwertung ganz vorne.

Jette Jürgens siegt

Ihr großes Talent wies Jette Jürgens in Diensten des RFV Kunrau auf Tiffy mit einer 7,5-Wertnote nach. Damit ließ sie die beiden für den gastgebenden Verein startenden Chiara Brunke (Leando/7,3) und Ella Benecke (Nemo/7,2) hinter sich.

Auch in den L-Springen konnten sich die altmärkischen Ergebnisse sehen lassen. So feierte Julia Kunz (RFV Breitenrode) auf Alisha noch einen weiteren Sieg – nämlich in der Springprüfung der Klasse L (2. Abteilung). Zudem setzten sich Antje Wieneke (RFV Flessau) auf C.B. Blue (Springprüfung Klasse L/1. Abteilung) und der Ex-Miesterhorster Nick Greiffert (mittlerweile RFV Helmstedt) auf Emmely (Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse L/2. Abteilung) in ihren Konkurrenzen durch.

Steffen Rossau wird Zweiter

Auf den eigentlichen Höhepunkt mussten die Zuschauer aber warten. Dann stand die Springprüfung der Klasse M** mit Stechen an. Anja Neuhaus vom RV Kemnitz absolvierte den Parcours auf Monte-Cristo fehlerfrei in nur 46,66 Sekunden und ließ damit Steffen Rossau (Flessau) und Stephan Lerche (Gieseritz) hinter sich. Bereits am Sonnabendabend durfte auch Jens Kampe, der für den RFV Kunrau startet, jubeln. Er gewann die Springprüfung der Klasse M* auf Lea vom Neumühler Hof nach einem fehlerfreien Ritt in 63,96 Sekunden.