Salzwedel/Stendal l (paw) Als fünf Stendaler in der Nacht zum 1. Dezember 2020 pünktlich um 0.00 Uhr auf dem Marktplatz den symbolischen Startschuss gaben und die ersten 10 Kilometer für die große Wette absolvierten, war noch nicht abzusehen, welche sportliche Welle die Altmärker lostreten würden.

Startschuss zur Wette fällt am 1. Dezember auf dem Stendaler Marktplatz

Fortan waren nämlich die Straßen der Region, die Wohnstuben und auch Kinderzimmer leer. Das hatte natürlich einen guten Grund: Die Altmärker waren unterwegs. Und dabei nicht einfach nur kurz um die Ecke, sondern um die ganze Welt. Scheinbar verfolgten sie auch ein klares Ziel. Sie wollten zu Weihnachten wieder zu Hause sein. Dabei hätten sie durchaus mehr Zeit gehabt, doch der Ehrgeiz, der Anreiz, die Gemeinschaft und vor allem der Spaß an der Bewegung hatte sie gepackt, so dass die große Volksstimme-Wette schon am vergangenen Sonntag, es war erst der 20. Tag, gewonnen war.

Bilder

Eingesendet wurde von den Altmärkern wirklich alles. Vom Spaziergang mit dem Vierbeiner bis hin zur harten Trainingseinheit mit dem Rad bei 4 Grad Celsius Außentemperatur und Regen. Dabei kamen auch Entfernungen von knapp 300 Meter bis hin zu 170 Kilometer zusammen.

„Aber darum ging es gar nicht, jeder Meter zählte für die Wette. Für uns war es einfach schön zu sehen, wie die Altmärker mit Begeisterung dabei waren und Teil der großen Wette sein wollten. Von Tag zu Tag wurden die Einsendungen mehr. Teilweise wurde in der Sportredaktion bis zu vier Stunden ausgezählt. Das war einfach der Wahnsinn“, freute sich Sportredakteur Thomas Koepke über die große Resonanz.

Insgesamt absolvierten die Altmärker bis Montag - aufgrund des Erscheinungstages der Volksstimme zählte dieser Tag noch mit dazu - starke 45216 Kilometer für die Wette. Allerdings war das Ziel, die geforderten 40075 Kilometer, bereits am Sonntag erreicht worden. Da viele Aktivitäten aber erst am Abend und Montag eingereicht wurden, gab es eine leichte „Übererfüllung“.

Und einige Leser/innen bekamen bei dem schnell fallenden Countdown scheinbar kalte Füße und sendeten schnell noch ihre Kilometer ein. Viele von ihnen wollten erst gesammelt am Ende des Jahres einsenden. Daraus wurde nun aber nichts mehr.

Gerade noch rechtzeitig reichte so Familie Felbinger ihre Aktivitäten ein. Die Kids Moritz, Hanna und Jonas nebst Mama Juliane und Papa Maik steuerten somit noch starke 753 Familienkilometer bei.

4500 Einsendungen von mehr als 600 Aktiven sind beispielhaft

Am Ende erreichten die Volksstimme-Sportredaktion mehr als 4500 Einsendungen von mehr als 600 Teilnehmer/innen. „Wirft man allerdings ein Blick auf die wirklich tollen Bilder und das Beweismaterial, dürften es noch weitaus mehr gewesen sein, denn oftmals waren die Altmärker mit der Familie unterwegs und verdoppelten oder verdreifachten damit natürlich kurzerhand die Kilometer“, so Koepke.

Die Bandbreite der Sportarten und der Teilnehmer/innen war dabei ebenso groß und beeindruckend. „Richtig gefreut haben wir uns in der Redaktion auch über die vielen Spaziergänger. Auch hier war zu erkennen, dass es immer mehr Kilometer wurden und sich die Spaziergänge steigerten“, so Koepke weiter.

Richtig fleißig und vom ersten Tag der Wette an dabei waren Sigrun und Bernd Walsdorff aus Osterburg. Beide kamen auf knapp 200 Kilometer und sendeten täglich ihre Ergebnisse über die Hotline per WhatsApp ein. „An dieser Stelle könnte man natürlich noch viele weitere nennen, doch dafür würden wohl gleich zwei Zeitungsseiten nicht ausreichen“, so Koepke.

Und die Altmärker waren auch nicht nur international unterwegs, sie sendeten auch aus den unterschiedlichsten Regionen ihre Aktivitäten ein. So erhielt die Sportredaktion nicht nur Post aus Italien oder Österreich, sondern sogar aus Australien. André Ronneburg, damaliger U17-Nationaltorhüter und Keeper beim 1. FC Lok Stendal, hat seit einigen Jahren seinen Lebensmittelpunkt am anderen Ende der Welt. Auch er beteiligte sich mit weit über 100 Kilometern an der großen Wette.

Auch die Einsendungen von Andrea Jürges aus Kusey waren mehr als interessant und international. Sohn Alexander wohnt nämlich mittlerweile in Peking (China) und weilt auf Heimatbesuch. Klar, dass die Wette dabei auch eine willkommene Abwechslung bot.

Im Nachhinein hätte die Sportredakton wohl auch eine Wertung für die Vierbeiner anbieten müssen, denn die waren nämlich ebenfalls sehr fleißig und treue Begleiter bei vielen Aktivitäten der Leser/innen. „Ich denke, da werden wir nochmal gesondert zurückblicken. Wir haben diesbezüglich tolle Bilder bekommen“, so Sportredakteur Koepke.

Vierbeiner sind stetige Begleiter bei den zahlreichen Aktivitäten

Nur ein Beispiel dafür sind Gudrun und Klaus Gerecke aus Gardelegen. Mit Hund Dima absolvierten die Rolandstädter in den knapp drei Wochen gut 350 Spazierkilometer.

Nun ist die Wette also beendet, aber es sind noch so viele Tage übrig. Mittlerweile erreichten die Sportredaktion zahlreiche Mails und Nachrichten mit der Bitte, nicht aufzuhören. Gute und noch geheimnissvolle Nachrichten hat in dieser Hinsicht Sportredakteur Thomas Koepke parat.

„Naja, einerseits freuen wir uns natürlich riesig über die Resonanz und die gewonnene Wette, andererseits wollen wir die Leser/innen natürlich auch nicht hängen lassen und starten nach einer kurzen Weihnachts- und Silvesterpause schon am 1. Januar 2021 in neue Abenteuer. Der Jahresstart wird also wieder sportlich. Dafür brauchen wir natürlich wieder die Altmärker“.

Die Leser/innen dürfen also gespannt sein, denn genauere Informationen folgen gegen Ende des Jahres. Dann werden auch die besten/aktivsten Leser/innen und Vereine der Wette veröffentlicht.

„In dieser Hinsicht müssen wir nochmal alles Revue passieren lassen und uns gemeinsam mit den Kreissportbünden beraten. Immerhin sollte es ja so sein, dass nicht nur die reinen Kilometer zählen, sondern auch Fleiß und Regelmäßigkeit“, hält Koepke die Spannung noch hoch.

Dennoch bleibt die Sport-Hotline (0152/01668101) noch weiter scharf geschaltet. Auch das Mail-Postfach der Sportredaktion (salzwedel@pa-wartmann.de) bleibt weiterhin für Einsendungen geöffnet.

„Wir wollen natürlich noch mehr Bilder von den Wett-Teilnehmer/innen bekommen. Getreu nach dem Motto ,Wir waren dabei‘ wollen wir viele Gesichter sehen. Die Altmärker können nämlich sehr stolz auf ihre Leistungen sein. Und das möchten wir natürlich gern abbilden“, so Koepke weiter.