Schönebeck l  Gegen Tabellenführer KV Wolfsburg unterlagen die Schönebecker in der 2. Bundesliga Nord/Ost mit 2:6 (3352:3494 Holz). Die Niederlage auf eigenen Bahnen gegen den aktuellen Ligaprimus aus Niedersachsen war gleichzeitig die dritte Bundesliganiederlage in Folge für die Unioner.

Dabei ging es für die Elbestädter gut los. Thomas Große startete mit starken 171:129 Kegeln gegen Stefan Groß, geriet jedoch anschließend mit 1:2 Satzpunkten (SP) ins Hintertreffen. Erst die erneut starke 164er Schlussbahn brachte die Erlösung für Union und den erhofften Mannschaftspunkt (MP) bei 2:2 SP sowie 597:551 Holz für die Gastgeber.

Im anderen Duell des Startpaares schien Satino Stacke vor dem letzten Satz mit 2:1 SP und 23 Holz Vorsprung als sicherer Sieger festzustehen. Doch Wolfsburgs Markus Wingerter (566) gelang dank einer 174er Bahn doch noch die Wende, so dass Stacke (535) sich geschlagen geben musste.

In einem engen Spiel teilte sich der Schönebecker Nico Just gleich zweimal den SP mit Andreas Hüttl. Beide Spieler schenkten sich nichts, doch Just hatte dank der besseren Kegelzahl von 562:551 bei 2:2 SP letztlich ganz knapp die Nase vorn. Den mäßigen Start von Carsten Strohbach (587) konnte Dustin Busse unterdessen nicht ausnutzen und blieb letztlich trotz guter zweiter Hälfte mit 559 Kegeln bei 1:3 SP ohne Chance gegen den Wolfsburger.

Mit 2:2 MP und zwei Zählern Rückstand war die Partie vor dem Schlusspaar aber noch immer offen. Doch weder Maik Siegemund noch Guido Müller hatten gegen Wolfsburgs mächtiges Schlussduo Mathias Hähnel und Philipp Braun eine Siegchance. Siegemund unterlag dabei 0:4 (537:624 Kegel), während Müller ebenfalls eine 0:4-Niederlage mit 562:615 Holz einstecken musste. Somit war die Niederlage besiegelt und Union 1861 Schönebeck bleibt damit weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Elbestädter haben derzeit 13:15 Punkte auf dem Konto. Der heimliche Traum von einem Podestplatz ist damit endgültig ausgeträumt.

Abstand beträgt vier Punkte

Mit vier Punkten nach unten und nach oben ist in den ausstehenden vier Saisonspielen noch vieles in der Tabelle möglich. Doch nun warten vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Germania Schafstädt (29. Februar) knapp drei Wochen Regenerationspause. Diese gilt es aus Union-Sicht dringend zu nutzen, um dem aktuellen Abwärtstrend entgegenzuwirken.

Denn nach dem Schafstädt-Spiel warten im anschließenden Saisonendspurt im März dann weitere knifflige Aufgaben. Die Schönebecker müssen noch bei Tabellennachbar Rot-Weiß Zerbst II, daheim gegen den Rangzweiten Kleeblatt Berlin und zum Abschluss bei Abstiegskandidat Grün-Weiß Friedrichshain antreten und haben sich fest vorgenommen, das Saisonende erfolgreich zu bestreiten. „Primäres Ziel ist für uns der Klassenerhalt. Derzeit sieht es so aus, dass vier Mannschaften absteigen müssen. Das bedeutet, dass wir als Sechster auf dem rettenden Platz stehen“, sagt Michael Hagemeyer, der gegen Wolfsburg nicht dabei war, weil er in der zweiten Mannschaft aushalf.

Für die Niederlagenserie hat Hagemeyer eine einfache Erklärung: „Nico Just war anderthalb Monate verletzt, er muss seinen Rhythmus erst wiederfinden. Satino Stacke ist noch sehr jung, ihm muss man unkonstante Phasen zugestehen“, so Hagemeyer. Und auch der Lösungsansatz für die Misere ist aus Hagemeyers Sicht ganz einfach: „Da müssen wir jetzt einfach durch.“