Calbe l Es war ein herber Rückschlag für alle Anhänger der TSG Calbe. Am frühen morgen des 25. Februar 1997 loderten die Flammen aus dem Vereinsheim der TSG Calbe und legten alles in Schutt in Asche. Auch wenn die Brandbekämpfer flott zur Stelle waren, blieb kaum etwas über. Das Holzhaus fiel dem Flammen zum Opfer und hinterließ eine Ruine. Wie genau es zu dem Feuer kam, ist bis heute ungeklärt. Zahlreiche Erinnerungen fielen den Flammen zum Opfer. Und als der größte Schock überwunden war, machten sich die Calbenser daran, alles wieder auf Vordermann zu bringen. Das Vereinsheim wurde wieder aufgebaut, blieb jedoch vom Pech verfolgt. Im Jahr 2013 setzte die Flut weite Teiler der Anlage am Heger unter Wasser und wieder waren zahlreiche helfende Hände nötig, um alles auf Vordermann zu bringen. Mit Erfolg, wie auch Marcel Würlich findet. Bereits als kleiner Junge verbrachte der heutige Übungsleiter der TSG Calbe viel Zeit im Hegerstadion.

Brand ein "einschneidendes Erlebnis"

„In dem Flachbau aus Holz war auch eine Kneipe. Man ist einen langen Gang entlang geschlendert - links und rechts waren die Kabinen - und schon stand man in der Kneipe, wo sich jung und alt getroffen haben“, erinnert sich Würlich ganz genau zurück. Den Brand bezeichnet er selbst als „einschneidendes Erlebnis“. Auch nach dem Hochwasser „ging es wieder bei Null los“.

Doch die TSG hat aus der Not eine Tugend gemacht. Heute erinnert am Heger nichts mehr an die Brand- oder Flutschäden. Überall sind die Vereinsfarben Blau und Weiß vertreten, sei es die Tornetze oder der Zaun, welcher das Spielfeld vom Zuschauerbereich trennt. „Von außen ist das schon ein Prachtstück. Die Spieler schwärmen immer von unserer großen Kabine“, so Würlich.

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Um auch im Inneren zu einem Prachtstück zu werden, taten sich die Schachspieler, welche ebenfalls die Räumlichkeiten nutzen, und die Fußballer zusammen. „In unserer Altherren-Mannschaft ist jemand dabei, der künstlerisch begabt ist“, so Würlich. Im Inneren wurde kurzerhand ein großes Graffiti an die Wand gebracht, welches Elemente des Schach- und Fußballsports miteinander verbindet. „Das ist super geworden“, sagt Würlich und steht mit dieser Meinung nicht allein da.

Allgemein finden sich immer wieder Graffiti an den Wänden. Selbst in unmittelbarer Nähe des Hauptplatzes. „Der alte Schotterplatz war früher mal viel größer. Und da stand eine Torwand. Damit diese erhalten bleibt, wurde sie angesprüht“, erzählt der Übungsleiter. Neben einem Fußballspieler ziert das Logo und der Spruch ‚Die Macht vom Heger‘ die alte Torwand. Ein echter Hingucker. Am Kassenhäuschen ist zudem der Schriftzug ‚TSG Calbe‘ zu lesen.

Aber auch am Platz wurde nach dem Hochwasser reichlich gearbeitet. Eine neue Bewässerungsanlage wurde installiert, welche „sehr viel Arbeit abnimmt“, so Würlich. Allgemein befindet sich die Anlage, auch während der Corona-Pause, in einem tadellosen Zustand. Sowohl der Haupt- als auch der Nebenplatz zeigen sich von ihrer besten Seite. Ein Manko gibt es dennoch: „Ein richtige Flutlichtanlage fehlt noch, um im Winter noch besser trainieren zu können“, sagt Würlich. Doch Hoffnung ist in Sicht, eine Anlage bereits im Gespräch. „Alles hat Hand und Fuß“, adelt Würlich die Anlage der TSG Calbe am Seitenarm der Heger.