Calbe l Auch wenn das Ergebnis nebensächlich war, beobachteten die Verantwortlichen des Fußball-Landesklasse-Vertreters TSG Calbe einige Schwächen bei der 1:6 (1:2)-Testspielniederlage gegen den Verbandsligisten Haldensleber SC. Vorbei am Hegerstadion ging es für die Kicker auf den Nebenplatz. Das Testspiel zwischen der TSG Calbe und dem Verbandsligisten Haldensleber SC bot den Zuschauern reichlich Unterhaltung, denn beide Mannschaften hatten das Visier geöffnet und boten immer wieder Offensivaktionen. Am Ende zeigte sich der Favorit aus der Verbandsliga aber abgezockter und vor allem wacher als der Landesklasse-Vertreter.

Dieser war eigentlich erst für den heutigen Montag geplant, doch als die Anfrage der Gäste eintraf, überlegte der Gastgeber nicht lange und startete somit verfrüht in die Vorbereitung. „Mit dieser Formation haben wir logischerweise noch nicht gespielt. Es gab hier und da noch Abstimmungsprobleme. Das Ergebnis ist allerdings zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir haben uns gut verkauft“, ordnete Christian Harant, Torwart- und Co-Trainer der Saalestädter, ein.

Kraftreserven ausschlaggebend

Ausschlaggebend für den hohen Endstand waren auch die Kraftreserven. Während die TSG nur einen Wechsler zur Verfügung hatte, konnte der Verbandsligist immer wieder munter durchwechseln. „Im ersten Durchgang war die Kraft noch vorhanden“, beobachtete auch Harant. Die besseren Chancen hatte allerdings der Gast, scheiterte jedoch immer wieder am stark aufgelegten Lucas Schulz im TSG-Tor. Zweimal rettete der Schlussmann kurz vor der Linie, in Eins-gegen-Eins-Situationen gab er ein gutes Bild ab. Dem immer größer werdenden Druck hielt aber auch Schulz in der Folge nicht mehr stand. Nach einem Eckball und einem Freistoß, den die Calbenser nicht klären konnten, lag der Ball dann doch im Kasten. Ungeahnte Fähigkeiten zeigte unterdessen Rico Willner, der in Durchgang eins als Feldspieler agierte. Nach einem Freistoß von Thomas Hellige nickte der Keeper per Kopf ein (40.). Ein neuer Torjäger für die TSG? „Nein“, sagte Harant lachend. Im zweiten Durchgang rückte Willner dann auch ins Tor und musste noch vier Mal hinter sich greifen.

Bei den Gegentoren offenbarte sich die größte Schwäche der Calbenser. „Zwei Tore legen wir uns selbst rein, weil wir nach Standards keine Zuordnung haben. Aber daran werden wir arbeiten“, meinte Harant. „Mit etwas mehr Glück hätten wir auch Tore erzielen können.“ Das blieb allerdings nur noch den Gästen vorbehalten. Und je länger die Partie dauerte, umso mehr blieb eben auch die Kraft auf der Strecke. „Im Großen und Ganzen sah es gar nicht so schlecht aus“, fasste der Co-Trainer zusammen.

TSG Calbe: Rico Willner, Lucas Schulz (46. Gunnar Meissner), Chris Rose, Stefan Sandau, Sascha Bergholz, Christian Baartz, Henry Forster, Christian Kober, Daniel Da Silva Sousa, Stephan Birnbaum, Thomas Hellige

Haldensleber SC: Florian Switala, Eugen Schunaew, Willy Duda, Marius Wille, Philipp Krause (31. Marian Rosenbach), Tim Girke, Marvin Mäde, Felix Kaschlaw (31. Kevin Zimmermann), Lucas Krüger (22. René Hasse), Floralb Daxha (31. Niclas Müller), Benjamin Sacher SR: Patrick Büscher (Helmarshausen) - Zuschauer: 25 Tore: 0:1, 0:2 Benjamin Sacher (33., 38.), 1:2 Rico Willner (40.), 1:3 Marian Rosenbach (71.), 1:4, 1:5 René Hasse (73., 77.), 1:6 Floralb Daxha (79.)