Groß Rosenburg l Die Stärken von Lucas Dübecke liegen in der Offensive. Für das Toreschießen ist der 25-Jährige bekannt. Vor der Saisonunterbrechung stand der Stürmer in vier Spielen für Groß Rosenburg auf dem Platz und erzielte acht Tore.

Guter Torriecher

Der eingebaute Torriecher funktioniert also immer noch, ähnlich wie vor sieben Jahren, als Dübecke sein Debüt im Männerbereich gab. Damals trug er noch das Trikot des SV Förderstedt. In der Landesliga überzeugte Dübecke auf Anhieb: In 29 Landesliga-Partien stand er auf dem Platz und schoss zwölf Tore. Wenig verwunderlich bezeichnet Dübecke diese Spielzeit als die bisher schönste: „Meine zweite Familie. Geile Mannschaft, Trainingslager und natürlich Partys ohne Ende.“

Zur Saison 2016/2017 war diese Zeit dann aber zumindest in Förderstedt zu Ende. Denn Dübecke schloss sich der TSG Calbe an und wurde schnell zum Stammspieler. Und abermals war seine Qualität nicht zu übersehen. In 51 Spielen für die Saalestädter erzielte der Angreifer satte 35 Tore. Im Trikot der Blau-Weißen erlebte der 25-Jährige auch sein bisher schönstes Spiel. In der Saison 2017/2018 – es war zudem auch das letzte Spiel für Dübecke im Trikot der TSG – erzielte der Angreifer im Spiel gegen Germania Olvenstedt einen Viererpack beim überragenden 6:1-Erfolg vor heimischem Publikum. Ein gelungener Abschied.

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Seit der Spielzeit 2018/2019 trägt der Angreifer nun also anstatt Blau-Weiß Rot-Weiß. Auch in der Salzlandliga steht Dübecke weiter unter Dauerstrom. In 43 Spielen erzielte der 25-Jährige beeindruckende 40 Tore und zählt längst zu den wichtigsten Säulen im Verein.

Dass aber nicht nur der Fußball im Vordergrund steht, daraus macht Dübecke keinen Hehl. Eine bestimmte Mannschaftsparty kann er nämlich nicht bestimmen: „Ich würde sagen, jede Party war die beste, wenn ich dabei war und ich habe nie eine ausgelassen.“

Da Dübecke allerdings auch seine Leistung zeigt, dürfen die Kabinenparty – bei denen auch Helene Fischer aus dem Boxen dröhnt – auch sein, vor allem wenn die Ergebnisse auf dem Platz stimmen. Und das tun sie. In der bisherigen Saison, die aufgrund der Corona-Pandemie pausiert, überzeugten die Groß Rosenburger. Aus fünf Spielen holten die Rot-Weißen drei Siege, ein Remis und eine Niederlage. Mit zehn Zählern steht das Team um Coach Sven Rehren auf Rang eins.

Strafen gehören daher zur Seltenheit, Gründe gibt es nämlich nur wenige, wie Dübecke Einblicke gibt. „Aktuell gibt es keine Strafen bei uns und wenn, dann würden sie definitiv für übermäßigen Alkoholkonsum sein. Früher war eben alles anders.“ Das Einzige, was geblieben ist, ist die Torgefahr des Angreifers und die Lust am Sport sowie die zahlreichen Kabinenpartys.

Doch bis die Rot-Weißen wieder zusammen feiern und vor allem Fußball spielen können, wird es wohl noch dauern. Die Corona-Pandemie verhindert, dass die Sportler auf und neben dem Platz zusammenkommen. Ob es im kommenden Jahr wieder soweit sein wird, steht ebenfalls in den Sternen.

Das Schwelgen in Erinnerungen ist daher ein gelungener Zeitvertreib. Denn der Amateurfußball ist mehr als nur das Spiel.