Magdeburg/Schönebeck l Anika Kracht und Sawa Ruschau, die beiden Neuzugänge der SG Lok Schönebeck aus der Sachsen-Anhalt-Liga, gehörten zum Saisonauftakt zum Aufgebot der Schönebeckerinnen. Während Ruschau aufgrund gesundheitlicher Beschwerden noch nicht zum Einsatz kam, „fügte sich Anika bereits gut ein“, sagte Trainer Dirk Schedlo. Zusammen mit ihren Mitspielerinen überzeugte die SG Lok auf ganzer Länge und gewann letztendlich „in überzeugender Art und Weise“ mit 31:27 (15:9) gegen TuS Magdeburg.

Angriff funktioniert gut

Das Auftreten der Mannschaft hinterließ beim Coach einen durchweg positiven Eindruck. „Sie haben sogar mehr gemacht, als ich verlangt habe“, sagte Schedlo. „Wir haben eine Mannschaft geschlagen, gegen die wir in der Vorsaison zweimal verloren haben. Das war das erfreuliche.“ In der abgelaufenen Saison musste sich die SG Lok mit 27:36 und 25:33 deutlich geschlagen geben.

Diesmal zeigten die Schönebeckerinnen von Anfang an, dass sie es in dieser Saison besser machen wollen. Nach acht Minuten konnte Vanessa Goldgraebe den Vorsprung auf fünf Tore ausbauen (6:1). Zur Freude des Trainers. „Auf den Angriff hatten wir das Hauptaugenmerk noch gar nicht gelegt gehabt. Daher fand ich es positiv, dass bereits so viele Dinge schon gut funktioniert haben“, zeigte sich der Coach erfreut.

Doch auch die Defensive hatte ihren Anteil am Sieg. „Es hat besser funktioniert als ich es erwartet hätte. Die sichere Abwehr hat den Grundstein für den Erfolg gelegt.“ Dass Michaela Petzke und Jenny Friese insgesamt 20 Tore für die Magdeburgerinnen warfen, hat für Schedlo keine Auswirkung. „Sie können von mir aus 20 Tore werfen. Wenn sie es dann nicht schaffen weitere vorzubereiten, ist mir das egal“, erklärte Schedlo.

Wie es besser funktionierte, zeigte Lilli Hoffmann, „die bewies, wie wertvoll sie für das Team ist“, so Schedlo. Denn neben drei eigenen Treffern konnte Hoffmann „im Anschluss weitere Treffer vorbereiten, sodass die anderen zu leichten Toren kamen“. Hoffmann zog die gegnerischen Spielerinnen auf sich und bot so den Mitspielern den benötigten Platz.

Die zweite Hälfte ruhiger angegangen

Das spiegelte sich auch im Trefferbild wider. Denn alle Spielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Bester Werferin der SG Lok war Carolin Gress mit elf Treffern. „Wir wollen von vielen Positionen und aus allen Lagen Torgefahr ausstrahlen“, meinte Schedlo. Das funktionierte im ersten Spiel bestens. So gingen die Frauen auch mit einer komfortablen Führung in die Kabine (15:9).

In der zweiten Hälfte nahmen die Schönebecker dann den Fuß vom Gaspedel, „da auf einmal viel mehr Härte ins Spiel kam. Drei verletzte Spielerinnen reichen aus.“ So kam TuS Magdeburg wieder etwas zurück. In den letzten zehn Minuten der Partie verkleinerte sich der Abstand auf fünf Tore (29:24), doch gefährdet war der Erfolg zu keinem Zeitpunkt. „Wir haben am Ende völlig verdient gewonnen“, fasste Schedlo das Spiel zusammen.

Auch wenn die SG Lok in Halbzeit zwei „das Tempo raus nahm, haben wir ein konsequentes und auch schnelles Spiel gezeigt“, war der Trainer der Meinung. Der Auswärtssieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet, da die SG Lok „noch mehr zeigte“ als von ihnen verlangt wurde, sagte der Coach im Positiven.

Die Früchte der durchaus harten Vorbereitung haben bereits am ersten Spieltag Früchte getragen. Die Integration der neuen Spielerinnen funktionierte bestens. Durch die Verbesserungen in der Offensive konnte die SG Lok ein wahres Feuerwerk abbrennen. Auch die Defensive zeigte sich stabil. So soll es dann auch in den kommenden Wochen weiterlaufen bei der SG Lok.

SG Lok: Krakau, Nowicki - Kracht (3), Va. Goldgraebe (2), Gress (11), Depta (5), Bertelmann (1), Krause, Vi. Goldgraebe (3/1), Hoffmann (3), Ruschau, Bullert (3/1) Siebenmeter: SG Lok 2/2 - TuS 9/7 Zeitstrafen: SG Lok 3 - TuS 2