Salzlandkreis l Viele Mannschaften warten sehnsüchtig darauf, wie der erste Gegner im HVSA-Pokal wohl lauten wird. Doch Matthias Becker, der Vorsitzende des Spielausschuss des HVSA, hat schlechte Nachrichten. „Auf Grund der geringen Zahl an Meldungen hierzu, wird erst zur Spielausschussitzung am 14. August ausgelost werden“, lässt Becker verlauten.

Höherklassiges Team dabei

Nur 26 Mannschaften haben sich gemeldet, zehn weniger als im Vorjahr. Doch woran liegt das? Bereits im vergangenen Jahr fielen zahlreiche Partien aus. Der Reiz ist nicht mehr gegeben. Es gibt „nur“ einen Pokal, ansonsten keine Vorteile. Der Anreiz, auch im Pokal bis an die Grenzen zu gehen, ist nicht mehr gegeben. „Man freut sich auch mal auf ein freies Wochenende“, gibt Sebastian Roost, Trainer der SG Lok Schönebeck, offen zu. Seit diesem Jahr dürfen auch Mannschaften aus der Mitteldeutschen Oberliga im Pokal mitmischen. Der HC Aschersleben hat sich fristgerecht gemeldet. „Für uns macht es wenig Sinn, gegen diese höherklassigen Mannschaften zu spielen.“

Dass die Frauen- und die Männermannschaft der SG Lok nicht dabei sind, hat aber andere Gründe. Der Verein hat sich nicht rechtzeitig beim HVSA gemeldet. „Gesetzte Mannschaften gibt es nicht mehr. Es ist nur noch freiwillig“, erklärt Becker. Mitte April trat diese Neuerung in Kraft. „Dafür gab es eine Durchführungsbestimmung, die akzeptiert wurde. Die Teams entscheiden selbst, ob sie dabei sein wollen.“

Wenn ein Verein diese Frist verschlafen hat, ist er also nicht im Pokal dabei. Aus dem Salzlandkreis betrifft das mehrere Vereine. Nicht nur die Schönebecker werden fehlen, sondern auch beide Teams des HV Rot-Weiss Staßfurt. Dabei kommt der Nichtantritt der Reservemannschaft überraschend, denn der Finaleinzug in der Saison 2018/2019 sorgte für jede Menge Euphorie. Dabei sind die Gründe nicht sportlicher Natur. „Wir haben die Meldefrist versäumt. Das ist untergegangen“, erklärt Sebastian Retting, der Trainer der ersten Mannschaft des HV Rot-Weiss.

Doch die Staßfurter stellten noch einen Antrag, um dabei zu sein. „Wir sind ein großer Verein aus Sachsen-Anhalt und würden gerne mitspielen“, so Retting. Aber Becker hat keine guten Nachrichten: „Nachmeldungen wird es nicht geben. Die Meldefrist endete am 1. August.“ Pokalsieger TuS Radis und der Aufsteiger Glinder HV „Eintracht“ sind ebenfalls nicht dabei.

Fristgerecht gemeldet haben derweil die TSG Calbe, sowohl die Männer als auch die Frauen sind dabei, und der HC Salzland 06. Wie es mit dem Pokal weitergehen wird, entscheidet sich am 14. August bei der Spielausschusssitzung. Die Männer starten am 5./6. Oktober mit drei Partien und die Frauen erst am 8./9. Februar 2020, ebenfalls mit drei Spielen. Dabei handelt es sich um die Ausscheidungsrunde. Bei den Männern steht danach das Achtel- und bei den Frauen das Halbfinale an.