Calbe l  Die Sieben um Trainer Hannes Krausholz fuhr einen 27:25 (13:10)-Erfolg gegen die SG Kühnau ein. Das Lächeln aus seinem Gesicht wollte gar nicht verschwinden. Zusammen mit Torwart-Kollege Stefan Wiederhold witzelte Daniel Bertram bereits vor dem Spiel herum. Immer wieder kamen Menschen an, die ihn umarmten und dabei nette Worte mit auf den Weg gaben. Als dann auch Gunnar Lehmann, der Handball-Abteilungsleiter der TSG Calbe, auf die Platte trat und ein flaschenähnliches Geschenk in der Hand hielt, wussten auch alle Zuschauer in der Hegersporthalle Bescheid. Der Keeper des Sachsen-Anhalt-Ligisten feierte am Sonnabend seinen 31. Geburtstag. Seine gesamte Mannschaft sorgte zudem dafür, dass die Feierlaune auch nach der Partie nicht abriss, denn die TSG Calbe schlug die SG Kühnau mit 27:25 (13:10). Die Revanche nach der 20:22-Auftaktniederlage in der Vorsaison ist damit geglückt.

TSG beginnt nervös

Im Rahmen der Saisoneröffnung bewunderte auch Sven Hause, der ebenfalls Glückwünsche an Bertram richtete, das Spiel. Der Bürgermeister der Stadt Calbe sah dabei einen verhaltenen Start beider Teams. Krausholz war derselben Meinung: „Wir waren sehr nervös. Unsere Abwehrsicherheit war nicht da.“ Somit gingen auch die Gäste mit 4:3 (10.) in Führung. Danach steigerte sich die TSG Calbe jedoch und fand immer besser in die Partie. Die Saalestädter waren meist gedankenschneller als der Gegner, fingen so viele Pässe ab und kamen zu einfachen Toren. Bis zur Pause setzte sich Calbe auf drei Treffer ab (13:10).

In der Pause, so verriet Krausholz nach dem Spiel, wurden die Schwachstellen des Gegners besprochen. „Bei ihnen lief alles über Dominic Luge. Der gesamte Rückraum war eigentlich tot.“ Und die Schwachstellen wurden allem Anschein nach komplett ausgewertet, denn die TSG startet fulminant und erzielte zwei Treffer in Serie. Auch in der Folgezeit hielt Calbe den Gegner auf Abstand. „Ab der 50. Minute brechen wir komplett ein“, beobachtete Krausholz dann.

Konzentration lässt nach

Der zwischenzeitliche Sieben-Tore-Vorsprung (19:12, 36.) wurde immer geringer. Krausholz hatte dafür aber eine Erklärung: „Aufgrund des kleinen Kaders hat die Konzentration nachgelassen, da wir kaum Wechseln konnten. Wir hatten viele Fehler im Abschluss“, so der TSG-Coach.

Kühnau schlug daraus Kapital, verkürzte den Spielstand zwei Minuten vor dem Ende auf ein Tor (26:25). 23 Sekunden vor dem Ende war es Jan Luca Schülke, der zum entscheidenden 27:25 traf. „Jeder auf der Platte hat alle Körner, die er sich in der Vorbereitung geholt hat, herausgehauen. Wichtig war, dass uns die Revanche gelungen ist und wir positiv in die Saison gestartet sind. Wir haben das erste Spiel gemeistert, auch wenn es nicht schön anzusehen war. Aber wir haben die zwei Punkte.“ Auch Gunnar Lehmann, der neben Hause auf der Tribüne mitfieberte, war mit dem Ausgang der Partie zufrieden. Die ersten Glückwünsche gingen an Krausholz, dem sein Pflichtspieldebüt gelang. Ein besseres Geschenk hätte die Mannschaft ihrem Keeper Daniel Bertram nicht machen können.

TSG Calbe: Wiederhold, Bertram – Fahrholz, Fritz (1), Gieraths (2), Schülke (5), Recker (1), Weiß (2), Sowa (4), Kralik (7), Reiske (5)

Siebenmeter: TSG Calbe 0/3 – Kühnau 8/11

Zeitstrafen: TSG Calbe 7 – Kühnau 0

Rote Karte (3x2 Minuten): Martin Sowa (TSG Calbe, 49.)