Schönebeck l Das Team von Trainer Dirk Schedlo brachte Tabellenführer BSG Aktivist Gräfenhainichen mit 28:23 (13:14) die erste Saisonniederlage bei. Die Garanten für den Erfolg, der dank einer starken kämpferischen und spielerischen Leistung gelang, hatte Coach Schedlo schnell erkannt. „Isabel Krakau und Steffi Sauer haben mit ihren Leistungen die gesamte Mannschaft mitgerissen“, so Schedlo.

Während Rückraumspielerin Sauer vor allem im ersten Durchgang mit sechs, zum Teil sehr sehenswerten, Treffern im Rückraum überzeugte und von den Gegnerinnen nicht in den Griff zu kriegen war, lief Torhüterin Krakau im Halbzeit zwei zu absoluter Höchstform auf. Neben einigen tollen Paraden hielt Krakau auch vier Siebenmeter oder sorgte zumindest dafür, dass den Gräfenhainichenerinnen die Nerven versagten. Entsprechend lautstark wurde Krakau nach dem Spiel von den Fans im Kreise ihrer Mitspielerinnen gefeiert.

Innige Umarmungen

Mittendrin war auch Dirk Schedlo, der mit einem breiten Grinsen im Gesicht jede einzelne seiner Spielerinnen lang und innig umarmte. Der Übungsleiter wusste genau, was sein Team gegen den Spitzenreiter vollbracht hatte: „Die gesamte Mannschaft hat mitgezogen. Jeder war bereit, alles zu geben. Und das, obwohl wir nur neun Leute hatten, wenig wechseln konnten und es ein sehr hartes Spiel war. Aber das haben die Mädchen sehr gut angenommen“, freute sich Schedlo.

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Bälle zurückerobert

Ihm war übrigens schon weit vor der Schlussirene klar, dass es zum Sieg reichen würde. „Etwa in der 50. Minute. Da haben wir im Angriff zwei technische Fehler gemacht, den Ball aber sofort zurückerobert“, begründete der Trainer seine frühzeitige Siegessicherheit.

Zuvor entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Gräfenhainichen über Gegenstöße in der ersten und zweiten Welle zu Torerfolgen kam, während Schönebeck über ein strukturiertes Positionspiel oft aus dem Rückraum zu Treffern kam. In Halbzeit zwei gelang es den Gastgeberinnen dann, die Gegenstöße der BSG immer besser zu verhindern, und sich dann in der Schlussphase entscheidend vom 20:20 (48.) auf 23:20 (52.) abzusetzen. Beim 26:22 durch Lilli Hoffmann (56.), die im Rückraum ebenfalls groß aufspielte, war die Partie dann endgültig entschieden.

SG Lok Schönebeck: Krakau – Va. Goldgraebe (3), Depta (4), Bertelmann (2), Sauer (8), Stagge, Vi. Goldgraebe (4), Moschner, Hoffmann (7)

Siebenmeter: Schönebeck 2/2 – Gräfenhainichen 7/3

Zeitstrafen: Schönebeck 5 – Gräfenhainichen 1