Salzlandkreis l Die Titel gehen diesmal an die Staßfurter Karateka Hanna Olschewski und Michel Buchholz sowie an Ina Schöler (ZLG Atzendorf), Maximilian Planer, das Ruder-Team Jonas Protzmann/Timo Schumann sowie die Handballer des SV Anhalt Bernburg. Viele Menschen, Tuscheleien im Zuschauerraum, lang anhaltender Applaus und warme Worte von zahlreichen Rednern und Laudatoren. Das alles war für den gestrigen Freitagabend im Staßfurter Sparkassenschiff geplant. Im dortigen Saal sollten die Sieger der Sportlerwahl 2019 im feierlichen Rahmen gebührend gewürdigt werden. Doch Corona hatte etwas dagegen. Zusammenkünfte zahlreicher Menschen müssen in der aktuellen Situation unbedingt vermieden werden. Deshalb entschieden sich die Veranstalter der Wahl, der Kriessportbund, die Mtteldeutsche Zeitung und die Volksstimme, schon frühzeitig, die Veranstaltung – wenn auch schweren Herzens – abzusagen.

2705 Stimmzettel gewertet

Eine Würdigung der Sportler für ihre Leistungen im zurückliegenden Sportjahr 2019 sollte es aber natürlich trotzdem geben. Immerhin war die Abstimmung per Coupons, die in den Zeitungen mehrfach abgedruckt waren, schon am 10. März abgelaufen. Danach wurde fleißig ausgezählt. Immerhin mussten 2705 Stimmzettel ausgewertet werden und deren Stimmen, insgesamt waren es 16230, auf die einzelnen nominierten Sportler und Mannschaften verteilt werden.

Während der Auszählung zeichneten sich in allen sechs Kategorien recht schnell klare Resultate ab. So kam Hanna Olschewski von der Sport- und Karateschule Staßfurt bei den Nachwuchs-Sportlerinnen auf satte 1184 Stimmen und fuhr damit einen ebenso triumphalen Sieg ein, wie ihr Vereinskollegen Michel Buchholz, der bei den Nachwuchssportlern sogar sagenhafte 1235 Stimmen verbuchte. Der Staßfurter Verein darf sich damit über einen Doppelerfolg bei der Leserwahl freuen.

In der Lesergunst deutlich vorn lag auch Ina Schöler bei den Frauen. Die Laufsportlerin der ZLG Atzendorf bekam 757 Stimmen und darf sich damit über den Titel Sportlerin des Jahres freuen. Bei den Männern setzte sich der Bernburger Ruderer Maximilian Planer durch (905 Stimmen). In beiden Kategorien mussten sich Sportler aus Schönebeck mit dem Silberrang begnügen. Gut verschmerzen kann das sicherlich Tobias Volk. Der Schwimmer von Union 1861 Schönebeck hatte im Vorjahr gewonnen und kam auch in diesmal auf ein beachtliches Ergebnis von 630 Stimmen. Rang zwei bei den Frauen ging an Union Schwimmerin Sophia Fendler, die von 520 Lesern gewählt wurde.

VC 97 diesmal auf Rang zwei

Ähnlich wie Tobias Volk erging es auch den Volleyballerinnen des VC 97 Staßfurt. Und das war durchaus kurios. Denn im Vorjahr hatten sie das Finale im VVSA-Pokal verloren. Den Sieg bei der Sportlerwahl 2018 gab es trotzdem. Anno 2019 erspielten sich die VC-Damen den Pokalsieg, mussten sie sich bei der Sportlerwahl aber mit Rang zwei begnügen. Die Drittliga-Handballer des SV Anhalt Bernburg gewannen.