Calbe l Auch im neuen Jahr feilen die Nachwuchs-Handballer der TSG Calbe an ihrer Form. Gleich drei Teams nahmen dabei am Neujahrsturnier des Barleber HC teil. Eine Mannschaft sorgte in Wittenberg für reichlich Furore.

TSG-Minis gelingt große Überraschung

Wovon manch Erwachsene nur träumen können, ist den Minis der TSG Calbe gelungen. In einem packenden Finale schnappten sie dem Vorjahressieger und Favoriten SC DHfK Leipzig den Siegerpokal beim 50. Weihnachtsturnier des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz vor der Nase weg.

Das Ergebnis ist ebenfalls sensationell: 2:0. „Das war eine tolle handballerische und kämpferische Leistung“, bestätigte die Verantwortliche Susie Bachmann und erklärte, dass „die letzten vier Minuten nur noch darin bestanden, den Gegner vom Tor fern zu halten.“ Der Erfolg gibt der Taktik recht und die mit nur neun Spielern angereiste TSG feierte einen traumhaften Turniersieg. Darüber hinaus wurde Keeper Fynn Kröpke als bester Torhüter des Turniers gewählt. Nur vier Bälle ließ er in den insgesamt 60 Spielminuten durch.

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Der Weg ins Finale führte die Jungen über zwei klare Siege (15:0 gegen Bad Belzig und 7:0 gegen die Gastgeber), sowie einem 3:3-Unentschieden gegen den SC DHfK. Als Gruppenerster ging es dann ins Halbfinale, wo die Handball-AG der Grundschule Käthe Kollwitz Wittenberg wartete. Mit 7:1 entschieden die Saalestädter auch diese Partie für sich und fieberten ihrem letzten und schließlich erfolgreichen Auftritt entgegen. „Die Freude war bei der ganzen Mannschaft riesengroß“, bekräftigte Bachmann und gestand mit Blick auf ihren Gespannpartner Stephan Albrecht, „auch wir als Trainer sind fast geplatzt vor Stolz.“

Neujahrsturnier in Barleben

Zum neunten Mal lud in den Ferien der Barleber HC zu seinem Neujahrsturnier ein. Drei Teams der TSG Calbe (mJC, wJD und wJE) nutzten die Chance, um sich gegen größtenteils unbekannte Gegner auf die nächsten Saisonspiele vorzubereiten. Dies lief unterschiedlich erfolgreich.

So haderte die weibliche D-Jugend, die mit nur sieben Spielerinnen angereist war, an allem. „Man merkt ihnen die lange Pause an. Das hat uns zurückgeworfen“, bestätigte Trainerin Christel Richter, denn das letzte Punktspiel ist bereits sechs Wochen her. Dennoch schätzt sie ebenso wie ihr Co-Trainer Olaf Schneider den Ausflug nach Barleben als wichtigen Schritt ein, um sich wieder zu finden und auf die nächsten Spiele vorzubereiten. So steht als Ziel nach wie vor der Bezirksmeistertitel auf dem Zettel. In der Börde hingegen hieß es am Ende nur Platz fünf für die TSG-Mädchen.

Mit einer schicken Bronzemedaille kehrte hingegen die ebenfalls personell dezimierte weibliche E-Jugend aus Barleben zurück. Das Team blieb im ersten Spiel klar unter seinen Möglichkeiten, steigerte sich aber im Lauf des Turniers immer mehr. „Die Chancenverwertung war sicherlich nicht optimal“, beobachtete Trainerin Julia Ihlo, „der Einsatz hat aber gestimmt und spielerisch waren einige schöne Aktionen zu sehen.“ Selbst gegen den souveränen und verdienten Turniersieger HSV Magdeburg gelangen den TSG-Mädchen vier Tore, auf die sie mächtig stolz waren.

Das dritte TSG-Team im Bunde war die männliche C-Jugend, die nach einem Sieg gegen TuS 1860 Magdeburg-Neustadt und Niederlagen gegen den HSV Magdeburg und Wacker Westeregeln ebenfalls den dritten Platz erreichten.