Schönebeck l Das letzte Aufeinandertreffen in der höchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts, der Landesoberliga, konnte Union ungefährdet mit 5:1 für sich entscheiden. In der Zwischenzeit hat sich das Team von Blau-Weiß stabilisiert und in der Breite verstärkt, sodass dieses Mal spannende Spiele zu erwarten waren. Zudem war vor dem Duell klar, dass der Verlierer dieser Partie auf einen Abstiegsplatz rutscht. Nach der 3:6-Pleite erwischte es die Blau-Weißen.

Neun Stunden Spielzeit

Top Wetter, gut bespielbare Plätze, in Bestbesetzung und natürlich hochmotiviert gingen alle Akteure in das mit Spannung erwartete Ortsderby. Und es hielt, was man davon erwartete und keine Szenarien blieben offen. Bemerkenswert allein schon die Tatsache, dass sich das gesamte Punktspiel über neun Stunden bis zur Entscheidung hinzog.

Nach den ersten vier Einzeln stand es ausgeglichen 2:2. Jens Müller (4:6, 6:4, 6:1) und Steffen Behm (6:1, 6:1) konnten für Union punkten. Für Blau-Weiß sicherten Maik Rienau (4:6, 6:4, 6:2) und Christian Erxleben (6:2, 7:6) zwei Matchpunkte. Das Geschehen wogten hin und her, Bälle landeten auf dem Nebengelände, etliche „Come-on´s“ und auch zensierte Flüche hallten über den Court. Keiner gab auch nur einen Ball leichtfertig verloren. Von den Zuschauern gab es reichlich Applaus für die vielen Ballwechsel.

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Die beiden abschließenden Einzel konnten sowohl Henrik Borrmann (6:4, 5:7, 6:2) als auch Alexander Sandau (7:5, 6:7, 7:5) für sich entscheiden. Sandau, der gegen Marko Bittersmann antrat, hatte ordentlich zu kämpfen. Erst nach drei Stunden gab es eine Entscheidung. „Kurz vor der Ziellinie abgefangen zu werden ist besonders bitter, Zentimeterentscheidungen gaben den Ausschlag“, sagte Bittersmann nach der Partie.

Damit stand es aus Sicht der Blau-Weißen vor den Doppeln nicht 3:3, sondern 2:4. Nahezu auf Augenhöhe war immer noch alles möglich. Hatten die Cracks von der Stadionstraße vor 14 Tagen nach diesem Spielstand noch die Wende einläuten können, erwiesen sich an diesem Tag Borrmann/Müller im ersten Doppel einfach als zu stark und sicher für Rienau/Bittersmann, die mit 1:6 und 4:6 verloren.

Drittes Doppel ist eine eindeutige Sache

Im zweiten Doppel kippte diese Partie – wie sollte es anders sein – nach 2:6 für die Unioner Sauer/Sandau, noch zu Gunsten von Erxleben/Denny Schröder (6:4, 6:4). Das dritte Doppel entschieden die Unioner Behm/Deblitz dann zur Abwechslung etwas deutlicher für sich. Mit gutem Händchen und Auge am Netz gewannen sie beide Sätze gegen Berg/Theuerkauf.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurde der eine und andere Ballwechsel, sowie die faszinierenden Selbstgespräche während der Matches fachmännisch ausgewertet. Beide Teams wünschten sich für das bevorstehende letzte Punktspiel maximale Erfolge und waren sich durchweg einig, sich alles abverlangt zu haben.

Doch bevor die Unioner in ihr letztes Duell der Sommersaison gehen, steht noch das Nachholspiel am kommenden Sonnabend gegen den 1. TC Magdeburg an (10 Uhr). Eine Woche später ist Union zum Abschluss der Spielzeit gegen den TC Halle 94 gefordert. Diesen Gegner erwarten die Herren des TC Blau-Weiß ebenfalls an ihrem letzten Spieltag. Am kommenden Sonnabend ab 12 Uhr wird die Partie an der Stadionstraße ausgetragen.