Schönebeck l Die Dessauer zählen zu den Spitzenteams der Liga und stützen sich vor allem auf ihre große Erfahrung. Mit Sven Köhler verfügt Dessau über einen überragenden Akteur, der sich bereits mit dem Landesmeistertitel schmücken konnte. Am Ende setzte sich diese Erfahrung durch, wobei die beiden unglücklichen Niederlagen von Nachwuchsakteur Felix Braumann einen Punktgewinn verhinderten. Positiv ist neben der starken Vorstellung von Andreas Gärtner und Marius Bromann der erste Punktgewinn durch Marcus Schmidt im Dress der Elbestädter zu erwähnen.

Durchwachsener Start

Schönebeck begann mit einem Sieg durch Andreas Gärtner gegen Matthias Gullans. Marcus Schmidt startete mit wirkungsvollen Aktionen mit der Noppen-Rückhand gut und besorgte sich den Auftaktsatz. Doch der mit allen Wassern gewaschene Sven Köhler stellte sich besser auf das Spiel Schmidts ein. Zwar kämpfte der Unioner im vierten Abschluss verzweifelt, konnte aber eine Führung nicht halten und musste Köhler zu einem 3:1-Sieg gratulieren. Auch Andy Kohl begann stark, doch Martin Wieczoreks Aktionen wurden sicherer, sodass der Unioner mit 1:3 den Kürzeren zog.

Martin Unglaub kam phasenweise gut ins Spiel. Mit zunehmender Spieldauer trat die Cleverness des sicheren und mit geschickten Tempowechseln operierenden Mathias Drews deutlicher zum Tragen, der schließlich in drei Durchgängen die Oberhand behielt. In einer vorentscheidenden Partie baute Dessau seinen Vorsprung bereits auf 4:1 aus.

Felix Braumann, der immer dann gut aussah, wenn er seine Vorhand zum Einsatz brachte, hatte Probleme im Returnspiel und zudem Nachteile auf der Rückhand, die sein Gegenüber Christian Drews nutzte. Im vierten Abschnitt geriet Braumann mit 3:8 in Rückstand. Doch der Schönebecker riskierte alles, riss diesen Abschnitt in der Verlängerung noch aus dem Feuer und schien bei einer 7:2-Führung im Finaldurchgang dicht vor dem Matchgewinn zu stehen. Doch plötzlich agierte Braumann zögerlich, was Drews nutzte, um die Verlängerung zu erreichen. Dort erspielte sich der Elbestädter vier Matchbälle, die er allerdings trotz eigenem Aufschlag nicht verwerten konnte und sich schließlich mit 14:16 geschlagen geben musste.

Der 3:2-Sieg durch Marius Bromann über Sebastian Dorn war der Auftakt zu einem 3:0-Lauf der Gastgeber. Nach verlorenem Auftaktsatz wurde der Unioner aktiver und bekam die Partie zunehmend in den Griff. Auch von einem 1:2-Satzrückstand ließ sich Bromann nicht beeindrucken und blieb in den beiden Schlusssätzen tonangebend, so dass er mit seinem Fünf-Satz-Sieg die Schönebecker beim Zwischenstand von 3:5 weiter im Spiel hielt.

Im ewig jungen Spitzenduell mit Köhler wusch Gärtner scharf nach. In den entscheidenden Phasen wirkte diesmal der Schönebecker entschlossener und konzentrierter und sicherte sich einen Drei-Satz-Sieg. Anschließend schlug die Stunde von Schmidt. Der bislang sieglose Schönebecker brachte Matthias Gullans in Bedrängnis. Auch der Verlust des dritten Abschnitts brachte den Unioner nicht aus der Balance, so dass er seinen ersten Saisonsieg feierte und den Ausgleich erzwang.

Dessau konterte mit zwei Siegen. Dabei hielt der kämpferisch starke Andy Kohl gegen den etwas konstanteren Mathias Drews dagegen, unterlag jedoch mit 1:3. Ein ähnliches Schicksal ereilte Unglaub im Duell mit Wieczorek. Den Matchgewinn der Gäste machte Sebastian Dorn mit einem 3:2-Sieg über Felix Braumann perfekt. Marius Bromann ließ sich davon nicht schocken und gestaltete mit einem Vier-Satz-Sieg über Christian Drews das Resultat etwas freundlicher.

Statistik

Union Schönebeck: A. Gärtner (2), M. Schmidt (1), A. Kohl (0), M. Unglaub (0), F. Braumann (0), M. Bromann (2)