Handball l Staßfurt (nwu) Das Wetter stimmte am vergangenen Sonntag, als die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt sich auf ihre Zehn-Kilometer-Runde begaben. Ob die Einheit neben konditionellen Vorteilen vor dem schweren Auswärtsspiel heute um 17 Uhr beim HSV Glauchau auch andere positive Nebeneffekte hatte, konnte HVS-Trainer Uwe Mäuer nicht genau sagen. Doch statt immer nur zu reden, wollte er auf diese Weise noch einmal ein Ausrufezeichen setzen, damit seine Mannschaft im Endspurt der Mitteldeutschen Oberliga die nötige Konzentration beibehält.

Die hatte nämlich in der Vorwoche, vor allem in der Schlussphase, gegen den SV Hermsdorf gefehlt. Sekunden vor Schluss brachte sich Staßfurt mal wieder um den eigenen Lohn, kassierte den Ausgleich zum 26:26-Endstand. Wobei es sich einen möglichen Erfolg schon vorher durch zu viele Fehlwürfe sowie Technik- und Regelfehler verbaute.

"Ohne Hermsdorf schlecht reden zu wollen, velieren wir mit so einer Quote in Glauchau. Die sind zu gut und nutzen das aus", sagt Mäuer. Zumal der HSV ein Heimspiel bestreitet, was den Aufsteiger anscheinend noch zusätzliche Stärke verleitet. Von elf bisherigen Heimspielen verloren die Sachsen nur eines gegen den verlustpunktfreien und als Meister feststehenden HSV Bad Blankenburg. Dazu kam ein Remis gegen den SV Oebisfelde. Der Rest waren neun Siege, darunter gegen den Staßfurter Rivalen HG 85 Köthen.

"Glauchau ist ausgeglichen besetzt, eine gefestigte Mannschaft. Sie lässt sich auch bei Rückständen nicht so schnell aus der Ruhe bringen", so Mäuer. Für sein Team gilt es, einigermaßen konstant die zweifelsohne guten Phasen abzurufen. "Bei fast allen muss es zu 90 Prozent gut laufen, dann ist etwas möglich." Verzichten muss der Coach auf den weiterhin erkrankten Sebastian Scholz.