Förderstedt l Mit Platz 13 blieb die Elf von Spieler-Trainer Jens Liensdorf hinter ihren eigenen Zielen und Erwartungen zurück. Nun blickt das Team auf die Rückrunde. Das Ziel: Ein sicherer Platz im Mittelfeld. „Wir wollen mit eineinhalb Augen nach vorn blicken, aber auch den Bereich hinter uns nicht ganz ignorieren“, fasste es Liensdorf zusammen. „Wichtig ist vor allem, dass wir am Ende nicht auf einem Abstiegsrang stehen.“

Die Hinrunde entwickelte sich fast parallel zu jener der vergangenen Saison. Allerdings hielt die gute Phase dieses Mal etwas länger. Fünf Partien lang blieb der SVF ungeschlagen. „Wir hatten eine gute Vorbereitung und sind dementsprechend auch optimal in die Saison gestartet“, sagte Liensdorf. Der Trainer merkte allerdings auch an, dass es möglicherweise sogar zu gut lief. „Vielleicht haben ein paar Spieler dann gedacht, da es derzeit so gut läuft, können wir ein bisschen runterfahren.“ Dies erwies sich allerdings als großer Fehler. In Olvenstedt gab es mit 3:4 die erste Niederlage. „Aber das war nicht der Knackpunkt, denn auf dem Kunstrasen in Olvenstedt kann man durchaus Punkte lassen.“ Für Liensdorf waren viel eher die Heimspiele gegen Saxonia Tangermünde, Heide Letzlingen oder Krevese entscheidend. „Hier hätten wir Punkte mitnehmen müssen.“ Auch die Partie in Bismark hätte Förderstedt anders gestalten können.

Eine andere Partie, die Liensdorf wurmte, war das Auswärtsspiel bei Union Heyrothsberge. „Es hat mich nicht geärgert, dass wir verloren haben, sondern wie es passiert ist.“ Der Coach kritisierte, dass sich die Führungsspieler in der Mannschaft nicht genug gezeigt hätten. „Dadurch haben sich auch unsere jungen Spieler nicht aufgerichtet. Heyrothsberge hatte zu diesem Zeitpunkt eine schlechte Trefferquote, vor allem auf dem eigenen Platz. Und dennoch hat es der Gegner geschafft, uns mit seinen Mitteln den Schneid abzukaufen.“

In Förderstedt fehlten die Körpersprache, ein gutes Zweikampfverhalten und vor allem eine stabile Abwehr. Mit derzeit 44 kassierten Toren stellt der SVF die schwächste Abwehr der Liga. Aber gerade in diesem Punkt begann sich die Mannschaft in den letzten Partien zu steigern. „Wir haben nur noch wenige Torchancen zugelassen“, erkannte Liensdorf an. „Wir hatten dann nur das Pech, dass gerade diese vom Gegner für Torchancen genutzt wurden.“

Trotz einer eher schwachen Hinrunde konnte sich der SFV mit einem 2:1-Sieg in Ottersleben versöhnlich von seinen Fans in die Pause verabschieden. Nun gilt es, an den Baustellen zu arbeiten, um gut in die Rückrunde zu starten. Förderstedt wird dann wieder mit einer etwas anderen Aufstellung antreten. Durch den Zugang von Jens Urlich (Kleinmühlingen/Zens) hat der SVF wieder einen gelernten Keeper im eigenen Kasten. Marco Janich, der in der Hinrunde bisher zwischen den Pfosten stand, nimmt wieder seine angestammte Position auf der „Sechs“ ein. „Marco geht auch mal dahin, wo es wehtut. Ich hoffe, dass er seinen angestaute Elan auf dem Feld ausleben wird.“