Atzendorf l Heinz Weile wurde am vergangenen Wochenende gleich im doppelten Sinne im Regen stehen gelassen. Der Coach der ZLG Atzendorf wurde nicht nur patschnass beim regnerischen Landesklasse-Heimduell gegen den TSV Rot-Weiß Zerbst, sondern auch im Stich gelassen von seinem Team, das bei der 1:7 (1:3)-Pleite kaum eine Chance hatte.

Dabei starteten die Blau-Weißen engagiert, zeigten sich auch auf dem nassen und schwer zu bespielenden Geläuf lauffreudig. Doch schon im Aufbau wurden viele Fehler gemacht. Das 0:1 ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem Florian Böning schon die Latte traf (21.), erhöhte er dann auf 2:0 für Zerbst. Und das Tor war bezeichnend: Die ZLG führte einen Freistoß zu kurz aus, lief in einen Konter und machte aus dem eigenen Vor- einen Nachteil.

Direkt nach dem Anschlusstreffer unterlief den Atzendorfern erneut ein „gravierender Fehler“, so Weile, der sein Team in der Kabine noch einmal ermutigte. „Doch das ist schief gegangen. Wir haben die Bälle im Vorwärtsgang verloren und der Gegner hat das brutal ausgenutzt und aus fast allen Fehlern Tore gemacht.“ Mit den vielen Personalsorgen und der fehlenden Vorbereitung wunderte den Coach das Auseinanderbrechen aber nicht. Er war auch gar nicht so enttäuscht, nahm es eher mit Galgenhumor: „Bei uns ging dann alles schief. Der Gegner wurde immer besser und hat sich in einen Rausch gespielt und wir wussten nicht mehr, wo vorne und hinten ist. Solche trüben Tage gibt es auch einmal.“ Das Wetter passte eben zur Leistung der Atzendorfer.

ZLG Atzendorf: Fiser - Schäfer (80. Gehrke), Knoll, Maier, Wolter, Tupy, Camsky, Flegl, Horn, Hänsch, Linsdorf

Tore: 0:1 Möhring (10.), 0:2 Böning (32.), 1:2 Horn (45.), 1:3 Möhring (45.), 1:4 Specht (53.), 1:5 Syring (63.), 1:6 Böning (73.), 1:7 Schweika (83.), SR: D. Schüler (Blankenburg), ZS: 30