Staßfurt l Die Vorzeichen könnten in mehrfacher Hinsicht kaum unterschiedlicher sein: Beim Testspiel am Sonnabend um 14 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Staßfurt zwischen dem Landesligisten SV 09 Staßfurt und der TSG Unseburg/Tarthun aus der Salzlandliga liegen zwischen den beiden Teams nicht nur zwei Ligen. Auch der Stand in der aktuellen Vorbereitung ist entsprechend der eigenen Ansprüche sehr unterschiedlich.

Die Staßfurter starteten bereits am 22. Januar in die Vorbereitung auf die Rückrunde der Landesliga Nord, die sie aktuell mit fünf Punkten Vorsprung anführen. Auch die bisherigen Testspielgegner, die Verbandsliga-Teams des SV Fortuna Magdeburg (2:2) und Edelweiß Arnstedt (1:1) geben einen Ausblick, wohin der SV 09 langfristig möchte. Die Unseburger sind „ganz offiziell erst am Mittwoch gestartet“, verrät Coach Tino Kirst. „Vorher ließen es die Platzverhältnisse ja kaum zu.“

Doch der TSG-Trainer sah sich in dieser Woche vor ganz andere Probleme gestellt. „Wir sind gerade dabei, irgendwie elf Spieler zusammen zubekommen“, klagt Kirst über große Personalprobleme. Neben den verletzten Spielern hörten im Winter auch Daniel Gilz und Michael van der Velde aus privaten Gründen auf. Doch das gilt es abzuhaken und das Team voll zubekommen. Denn: „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir absagen müssten. Wir wollen Staßfurt nicht enttäuschen. Sie haben uns die Chance gegeben. Und das ist sicher auch ein interessantes Duell für uns.“ Fest steht aber: „Das ist nicht aussagekräftig. Für uns ist es der Einstieg in die Vorbereitung“, so Kirst.

Ganz anders beim Gastgeber: Die 09er haben die beiden bisherigen Spiele schon genutzt, um den Rhythmus zu finden. Coach Jens Liensdorf war mit den Ergebnissen zufrieden, fordert aber vor allem im Vergleich zum 1:1 gegen Arnstedt eine Leistungssteigerung. „Die Automatismen sind wieder da. Jetzt gilt es aber, dem Trainerteam zu zeigen, wer in die Startelf möchte.“ Vor allem offensiv erwartet der Coach mehr Einsatz und Durchschlagskraft.

Mit einem Unterschied wäre er aufgrund des Klassenunterschieds dieses Mal nicht zufrieden. „Wir wollen mit einem klaren Ergebnis gewinnen. Das ist dem Gegner gegenüber nicht abwertend gemeint, aber wir wollen Tore erzielen“, sagt Liensdorf. Klar, er fordert nicht auf Biegen und Brechen ein 6:0 von seinem Team, aber: „Das Hauptaugenmerk liegt auf der Offensive. Wir müssen unsere Chancen besser nutzen.“ Im letzten Drittel soll noch eine Schippe draufgelegt werden.

Fokus liegt auf der eigenen Mannschaft

Und das scheint gegen die Unseburger in ihrer derzeitigen Situation machbar. Mit dem Salzlandligisten hat sich Liensdorf, der am Sonnabend selbst nicht anwesend ist und von seinem Co-Trainer Axel Quednow vertreten wird, vorher nicht befasst: „Ein paar Spieler kennt man aufgrund der regionalen Nähe, aber mit dem Gegner habe ich mich nicht befasst. Ich konzentriere mich nur auf mein Team.“

Und da hat der Coach zuletzt schon bei einigen Spielern Fortschritte gesehen. Diese sollen sich jetzt festigen. Auch wenn es ebenfalls, im Vergleich zu den Unseburgern aber harmlose, Personalsorgen gibt. Matthias Härtl wird nochmal aussetzen müssen und Chris Horstmann sowie Benjamin Kollmann sind angeschlagen. Die Favoritenrolle wird dadurch aber kein bisschen beeinträchtigt.