Bismark/Staßfurt l „Hätte man mich nach einer halben Stunde gefragt, wie die Partie ausgeht, hätte ich mit voller Überzeugung gesagt, dass hier nichts mehr anbrennt“. Die rückblickenden Worte von Patrick Stockmann, Trainer und sportlicher Leiter beim SV 09 Staßfurt, klingen im ersten Moment nach einem erfolgreich verlaufenen Duell in der ersten Runde des Landespokals. Auf den zweiten Blick offenbaren sie aber die Enttäuschung des Übungsleiters über den Ablauf der 120 Minuten im Aufeinandertreffen mit dem Ligakonkurrenten aus Bismark. Insbesondere, nachdem er weiter ausführt: „Nach 35 Minuten haben wir dann aber das Fußballspielen komplett eingestellt und haben die Partie völlig aus der Hand gegeben.“

Dabei war es für den neutralen Zuschauer durchaus überraschend, dass die Gäste die Anfangsphase dominierten. Mit einigen Personalproblemen angereist, stand Stockmann nur ein kleiner Kader zu Verfügung. So kam es, dass Amon van Linthout, eine Woche zuvor noch Doppeltorschütze im Kreispokalfinale für die zweite Mannschaft der Bodestädter, die komplette Partie für die „Erste“ auf dem Platz stand. Doch in die Torschützenliste konnte er sich diesmal nicht eintragen.

Da allerdings auch die Hausherren Probleme hatten, das gegnerische Tor zu treffen, lebte die Partie vor allem von der Spannung. Nachdem beide Mannschaften in der zweiten Hälfte kaum Torgefahr ausgestrahlt hatten, Bismark aber immerhin zu vereinzelten Abschlüssen gekommen war, wären die Bodestädter in der 90. Minute fast zum Lucky Punch gekommen. Chris Matthias Horstmanns Schuss ging jedoch an die Querlatte, sodass es zweimal 15 Minuten Verlängerung gab. In dieser wussten die Schwarz-Weißen ihre Möglichkeiten schließlich doch noch zu nutzen. Zunächst nahm Philipp Grempler das „Gastgeschenk“ der 09er dankend an und verwandelte einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung, bevor Christoph Grabau zu Beginn der zweiten Verlängerungshalbzeit schließlich den Deckel drauf machte.

„Bismark hätte es bei einer besseren Chancenverwertung auch schon eher klar machen können. Nach unserer starken Anfangsphase ist der Ausgang aber natürlich sehr ärgerlich“, resümierte Stockmann. Darüber hinaus hielt er aber auch fest, dass niemandem vor dem Ligastart Angst und Bange werden muss. „Wir haben in der Kabine darüber gesprochen und ich bin überzeugt, dass die Mannschaft Pokal und Liga trennen kann.“ Personell soll es am kommenden Wochenende auch wieder besser aussehen bei den Bodestädtern, die mit einigen Startelfrückkehrern rechnen.

Am offiziell zweiten Landesliga-Spieltag empfängt 09 am Sonnabend ab 15 Uhr Aufsteiger Tangermünde.