Staßfurt l Gerade die erste Halbzeit war ein sportlicher Offenbarungseid der Gäste von der Saale. Nicht nur, dass die Staßfurter bereits nach zwei Minuten durch Felix Jesse in Führung gehen konnten. Auch das kaum vorhandene Aufbäumen in der Folge ließ den anwesenden Zuschauern schnell klar machen, in welche Richtung sich die Partie an diesem Nachmittag entwickeln sollte.

Während der SV 09 offensiv das Nötigste machte und defensiv kaum gefordert wurde, begannen die Calbenser schon früh mit dem eigenen Spiel zu hadern. So kam es nicht von ungefähr, dass Staßfurt durch Marcel Pusch (20.) und Matthias Lieder (36.) noch vor der Pause eine deutliche 3:0-Führung herausspielen konnte. Beim auf Grund der räumlichen Gegebenheiten länger als üblichen Gang in die Kabinen hörte man die Gäste aus der Landesklasse über das eigene Spiel in den ersten 45 Minuten diskutieren. Dabei ließen sie kein gutes Haar an der dargebotenen, eigenen Leistung.

Nach wenigen zaghaften Angfriffsversuchen der TSG-Fußballer in Hälfte zwei, waren es nach gut einer Stunde Spielzeit erneut die Gastgeber, die einen Angriff erfolgreich zu Ende brachten. Der eingewechselte Marc Burdack steuerte innerhalb von elf Minuten sogar einen lupenreinen Hattrick bei und erhöhte so die Führung der Bodestädter bis zur 74. Minute auf 6:0. „Calbe war zu harmlos und ist kaum zum Abschluss gekommen. Deshalb war das eindeutige Ergebnis absolut verdient“, fasste SV 09-Coach Patrick Stockmann den Spielverlauf zusammen. Als wollte er die Aussage seines Trainers unterstreichen, sorgte Dustin Abresche schließlich für den 7:0-Endstand.

„Das Spiel hat Spaß und Hoffnung auf mehr gemacht, doch man darf das Ergebnis nicht überbewerten“, hielt Stockmann fest. Was er meinte: Calbe hatte einige Spieler der zweiten Mannschaft im Einsatz und war somit noch kein Gradmesser. Dennoch war Marcel Würlich, Trainer der TSG Calbe, nach der zweiten deutlichen Testspielpleite bedient und versammelte seine Spieler noch auf dem Platz zur lautstarken Fehlerbesprechung.