Kleinmühlingen l Während die ZLG Atzendorf den Blick in der Fußball-Landesklasse (Staffel IV) wieder etwas mehr in Richtung obere Tabellenregion richten kann, steht für den TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens ab sofort Abstiegskampf auf der Agenda. Das direkte Duell beider Mannschaften gewannen am Sonnabend die Atzendorfer in Kleinmühlingen mit 2:1 (1:1).

Die Gäste starteten besser in die Partie. Beleg dafür war das frühe Führungstor durch Steffen Linsdorf (9.). Der Stürmer profitierte von einem leichten Ballverlust der Gastgeber im Mittelfeld. Die ZLG nutzte diesen zu einem blitzschnellen Angriff, an dessen Ende der Torschütze nur noch einschieben brauchte. „Eigentlich waren wir dann ja sogar 2:0 vorne, aber das Tor wurde aberkannt“, wunderte sich Atzendorfs Trainer Heinz Weile, dass Linsdorf sein zweites Tor nicht vergönnt war. Zuvor hatte der Ball nicht geruht und so musste ein Abstoß im Strafraum auf der anderen Seite des Spielfeldes wiederholt werden. Statt 2:0 hieß es zur Pause 1:1, denn Philipp Schmoldt gelang der Ausgleich für Kleinmühlingen/Zens (31.). „Beim Gegentor waren wir zu nachlässig“, analysierte ZLG-Coach Weile. Dessen Mannschaft hatte zahreiche Ausfälle zu beklagen, ließ sich dies aber nicht wirklich anmerken. So gelang Vladimir Flegl nach der Pause die erneute Führung (52.) für die Gäste. „Rund um das 2:1 hatten wir eine gute Phase. Am Ende haben wir dann nicht mehr das gespielt, was wir wollten und zu sehr das Ergebnis verwaltet“, monierte Weile. Mit dem Sieg war der Trainer letztlich aufgrund einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“ aber „sehr zufrieden“, auch wenn seine Elf mehrere Kontersituationen in der Schlussphase schlecht ausspielte.

Schluss

Diese ergaben sich, weil der TSV nochmal alles nach vorne warf, trotz einiger Möglichkeiten, aber den Ausgleich gegen clevere Atzendorfer nicht mehr erzielen konnte.

„Vorn fehlt uns einfach die Durchschlagskraft. Wir spielen unsere Offensivaktionen nicht gut zu Ende“, ärgerte sich TSV-Kapitän Andreas Kirchhoff. „Man kann keinem den Willen absprechen, aber wir müssen jetzt im Training hart arbeiten. Wir sind jetzt im Abstiegskampf angekommen“, so Kirchhoff.

TSV Kleinmühlingen/Zens: Simon - Berner, Kirchhoff (66. Hertel), Möbes, Klöhn (46. Keller), Brandt, Schmidt (76. Stüber), Junge, Schmoldt, Ostwald, Durrhack.

ZLG Atzendorf: Fiser - Wolter, Tupy, Eisenträger, Faatz, Linsdorf, Cosic (51. Güttel), Sura, Camsky, Knoll, Flegl.

Tore: 0:1 Steffen Linsdorf (9.), 1:1 Philipp Schmoldt (31.), 1:2 Vladimir Flegl (53.)

SR‘in: Sarah Begert (Dessau) ZS: 40