Staßfurt l Trainer Patrick Stockmann sieht seine Mannschaft unter Zugzwang. „Nach Burg sind wir als Außenseiter gefahren, hatten nichts zu verlieren. Das ist diesmal anders. Wir spielen vor heimischem Publikum und sind in der Pflicht, die Zähler zu Hause zu behalten“, erklärt Stockmann. Mut, dass das gegen Tabellennachbarn aus dem Harz klappt, macht dem Übungsleiter dabei einmal mehr die gute Leistung seiner Mannschaft aus der Vorwoche. „Wir haben gesehen, dass wir uns auch mit den Spitzenmannschaften der Liga messen können, jetzt müssen wir das auch gegen die direkte Konkurrenz auf den Platz bringen“, so der SV 09-Coach.

Das war den Bodestädtern zuletzt zu selten gelungen. Selbst wenn die Mannschaft dem Gegner spielerisch oder im Erarbeiten von Chancen überlegen war, wusste sie zu selten, Zählbares daraus zu machen. „Uns fehlt ein Unterschiedsspieler“, monierte Stockmann nach dem 0:3 beim neuen Tabellenführer vor sieben Tagen, als seine Spieler „dreimal so viele Chancen“ hatten wie der BBC, am Ende aber dennoch ohne Torerfolg blieben.

So lag das Hauptaugenmerk in den Trainingseinheiten unter der Woche auch auf dem Torabschluss. „Natürlich haben wir uns darum noch einmal besonders gekümmert“, hielt Stockmann fest und fügte an: „Erfreulich war beim Training aber vor allem, dass sich keiner der Spieler hat hängen lassen. Ich habe sie gefragt, ob jemand der Meinung ist, dass wir die Partie in Burg zurecht verloren haben, doch das hat keiner so gesehen. Auf die Leistung können wir aufbauen, müssen uns allerdings auch belohnen.“

Dass das gegen den SV Stahl Thale kein leichtes Unterfangen wird, ist den Bodestädtern dabei völlig klar. Niemand wird den Gegner unterschätzen, auch wenn sie ebenfalls im Tabellenkeller stehen. „Sie haben Warnau geschlagen und gegen den MSV Börde erst durch zwei Tore in der Nachspielzeit verloren. Da steckt schon einiges an Potential in der Mannschaft“, hält Stockmann fest. Dennoch ist er sich sicher, dass seine Mannschaft durchaus in der Lage sein wird, die Harzer zu schlagen. Aus dem Vollen schöpfen kann der Übungsleiter dabei allerdings nicht. „Der eine oder andere Spieler wird sicher ausfallen. Wer genau, möchte ich aber noch nicht verraten“, erklärt Stockmann. Dennoch soll morgen wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Staßfurter Kunstrasenplatz stehen.